Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Eskil Suter, dessen Firma Suter Racing Technology die Mahindra MGP3O entwickelt und gebaut hat, wehrt sich gegen Behauptungen, er habe einfach eine Honda NSF 250R kopiert und deren Mängel beseitigt.
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Am ersten trockenen Testtag in Jerez sorgten die Mahindra-Piloten Miguel Oliveira und Efren Vazquez mit den Rängen 5 (Rückstand auf die Bestzeit nur 1,1 Sekunden) und 8 bei der Konkurrenz für erstaunte Mienen. Immerhin fuhr der Portugiese Oliveira schneller als sämtliche Honda-Piloten.
"Unser Triebwerk entscheidet sich in vielen Punkten sehr deutlich von Honda", hält Suter fest. "Erstens funktioniert unser Nockenwellenantrieb über Schlepphebel, bei Honda über Tassenstössel. Zweitens ist bei Honda der Zylinder circa 20 Grad nach hinten geneigt, unser Zylinder ist rund 20 Grad nach vorne geneigt. Drittens wird bei Honda der Auspuff hinter dem Zylinder weggeführt, bei der Mahindra vor dem Zylinder. Viertens befindet sich bei uns der Nockenwellenantrieb auf der anderen Seite."
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Auch den Vorwurf, er habe womöglich beim BMW-Superbike-Rennmotor S1000RR technische Anleihen genommen, den er in der MotoGP-WM einsetzt, lässt Suter nicht gelten. "Wir leasen die Superbike-Motoren bei BMW. Wir dürfen sie nicht einmal öffnen. Nein, man muss einfach anerkennen, dass unser Motoren-Designer Alex Giussani ein wirklich schlagkräftiges Moto3-Konzept entwickelt hat."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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"Ehrlich, wir sind selber positiv überrascht, wie konkurrenzfähig die Mahindra nach fünf Testtagen bereits ist", versichert Eskil Suter. "Die Motoren wechseln wir momentan sicherheitshalber nach 800 km. Dann fahren wir noch auf dem Prüfstand damit. Wir haben soeben mit der Fertigung der nächsten fünf Triebwerke begonnen und hoffen, dass wir bis zum Saisonstart in Katar die erwünschte Laufzeit von 1500 km erreichen. Aber wir haben bei der Fertigstellung der fünf neuen Motoren einen total engen Zeitplan."
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