Maximo Quiles gewinnt Moto3-Spektakel in Goiania, Schock für Intact GP
Nach 24 Runden auf der neuen Strecke im Moto3-Kalender jubelte Maximo Quiles. Der Spanier triumphierte vor Rookie Morelli. Leo Rammerstorfer flog genau so von der ab wie Intact-GP-Ass Almansa.
25 Piloten nahmen zur Mittagszeit Aufstellung, um den Renntag beim Comeback des Brasilien-GP auf dem runderneuerten Autodromo Internacional Ayrton Senna zu eröffnen. Nicht dabei war einer der erfolgreichsten Piloten der Saison 2025. Intact-Ass David Munoz hatte sich entschieden, die Reise nach Südamerika auszulassen, um seine Verletzung endgültig zu überwinden.
Die beste Ausgangslage mit Joel Esteban, Valentin Perrone und Rookie Hakim Danish, drei KTM-Piloten, gesichert. Dahinter der erste Honda-Racer, der bei seinem GP-Debüt in Thailand überragende Veta Pratama aus Indonesien. Ein bislang vielversprechendes Wochenende auf der neuen Strecke im Kalender erlebt auch der Österreicher im Feld – Leo Rammersdorfer hatte von Position 17 aus gute Chancen, sich die ersten WM-Punkte seiner noch jungen Karriere zu holen. Die Aufgabe war dennoch schwierig, denn nach einem Verstoß wegen zu langsamer Fahrt im Qualifying hatte der SIC58-Neuzugang eine Long-Lap-Strafe aufgefasst Negativüberraschung des Brasilien-Wochenendes war vor dem Rennen Maximo Quiles, der als Elfter den schlechten Startplatz seiner noch jungen Karriere hatte.
Perfekt in den ersten GP-Lauf in Brasilien seit 2024 kam der Schnellste des Q2, Joel Esteban. Doch noch im Laufe der ersten Runde wurde der Spanier bis auf Platz 5 verdrängt. Mit Aspar-Pilot Marco Morelli und Tech3-Youngster Perrone hatten zur Freude der Fans gleich zwei Südamerikaner das Kommando übernommen. Dem Duo folgten bereits der perfekt gestartete Maximo Quiles und Intact-Hoffnung David Almansa.
Fatal endete der Brasilien-GP für Leo Rammerstorfer. Noch vor Ende der dritten Runde wurde der Linzer von seiner Moto3-Honda geschleudert. Der Rookie humpelte zurück zu seiner Mannschaft.
Sensationell derweil Tabellenführer David Almansa. Der Neuzugang im Team um Peter Öttl schnappte sich die Führung, fuhr in Runde 4 eine neue Bestzeit und versuchte so, das Feld auseinanderzuziehen. Doch die Verfolger, angeführt von Quiles, ließen nicht abreißen Doch der hohe Speed forderte Opfer. Joel Esteban stürzte auf Platz 3 liegend spektakulär in Runde 7.
Nach einem Drittel der Distanz zeigte die Taktik von Almansa Wirkung. Nun konnte nur noch Aspar-Pilot Maximo Quiles das Tempo des Intact-Piloten mit der Nummer 22 mitgehen. Die beiden hatten sich nun um 1,2 von Morelli und den weiteren Verfolgern distanziert. Mit wachsendem Vorsprung deutete alles auf ein erneutes Duell der beiden Spanier hin, die beide mit KTM und beide mit Fahrwerken von WP unterwegs sind. Zur Halbzeit des Rennens betrug der Vorsprung von Almansa und Marc-Marquez-Schützling Quiles schon über drei Sekunden.
Doch in Runde 13 wurde aus dem Zweikampf eine Solofahrt. Zum Ärger der Intact-Crew war es Almansa, der die Chance auf den zweiten Sieg in Serie mit einem Highsider in der Kurve verspielte. Nur eine Runde später wurde der GP mit der roten Flagge unterbrochen. Durch den Abflug von Almansa und dem Briten Scott Ogden in derselben Runde war die Sicherheit der Strecke nicht mehr gegeben.
Da die erforderliche Mindestdistanz noch nicht abgespult war, machte sich das Feld für einen zweiten Anlauf über nur noch fünf Runden bereit. David Almansa durfte nicht mehr auf die Strecke, seine KTM war nicht rechtzeitig zurück in der Box.
Für den Neustart hatten die meisten Fahrer einen neuen, soften Hinterreifen aufziehen lassen. Als hätte es keine Unterbrechung gegeben, begeisterte Aspar-Pilot Quiles. Nach einer Runde bog der Spanier wieder mit einer halben Sekunde Vorsprung auf die knapp ein Kilometer lange Zielgerade ein – und einen Umlauf später hatte sich der Vorsprung verdoppelt.
Während Marco Morelli, Guido Pini und Alvaro Carpe um Platz 2 rangen, hielt sich Quiles an der Spitze. Morelli fuhr sich an Platz 2 frei, versuchte, den Teamkollegen zu schnappen, doch es war zu spät. Quiles siegte vor Morelli – ein Doppelsieg für das Team von Jorge «Aspar» Martinez. Dahinter die Sensation mit Platz 3 für Honda-Neuling Veta Pretama, der als erster Indonesier aufs Podest der Motorrad-WM fuhr.
Keine Rolle beim Kampf um den Sieg spielten bei der Goiânia-Premiere die KTM-Ajo-Piloten Carpe und Urirate. Die Spanier landeten auf den Rängen 4 und 11. Den letzten WM-Punkt auf P15 holte sich Honda-Pilot Eddie O’Shea.+
Mit dem Sieg in Goiania schnappt sich Quiles auch Platz 1 in der WM-Tabelle. Auftaktsieger Almansa fiel nach seinem Crash auf Platz 5 zurück.
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