Jerez jubelte: Mit Jose Antonio Rueda hatten die rennverrückten Spanier nach dem Moto3-Rennen ihren ersten Helden. Der KTM-Pilot siegte vor Piqueras und Kelso. Noah Dettwiler knapp an den Punkten vorbei.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die Ausgangslage vor dem ersten GP-Rennen des Tages wurde einmal mehr von den offiziellen Rennkommissaren mitgestaltet. So wurde der Spanier David Munoz für mehrfaches „Im-Weg-stehen“ gnadenlos bestraft. Seinen Platz in der ersten Startreihe musste Munoz an den Tabellenführer Angel Piqueras abtreten. Für Muñoz ging es auf der Intact-GP-KTM ans Ende des Feldes.
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Unberührt hatte sich Jose Antonio Rueda gezeigt. In allen Sessions vor dem GP-Laufen lieferte der Spanier die Bestzeiten ab. Mit Rueda, dem Australier Joel Kelso und Piqueras war Reihe 1 in fester KTM-Hand. Bester Honda-Pilot in der Qualifikation war Adrian Fernandez auf der sechsten Position. Für einen großen Lichtblick aus Sicht der Schweizer hatte Noah Dettwiler gesorgt. Erstmals in seiner seit 2024 währenden Moto3-WM-Karriere landete der 20-Jährige im Q2 und später auf Position 17. Die Menschenmassen sahen eine aufregende erste Runde. Jose Antonio Rueda zeigte einen Traumstart und verteidigte seine Führung – und Teamkollege Carpe tat es Rueda nach. Hinter dem Ajo-Duobrachten sich wieder Teamkollegen mit Piqueras und Yamanaka in Stellung.
Beim Anbremsen der Pedrosa-Haarnadelkurve verpasste der Südafrikaner Ruche Moodley seinen Bremspunkt und schoss sich mitsamt David Almansa und David Munoz aus dem Rennen. Während Pechvogel Munoz weiterfahren konnte, war der GP für den Verursacher und Almansa vorbei.
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Ebenfalls noch in der ersten Runde flogen Ersatzpilot Joel Esteban und Snipers-Honda-Pilot Rossi ab. Das Moto3-Feld war damit früh auf 22 Piloten geschrumpft. Noah Dettwiler startete gut, fiel aber in der ersten Runde einige Positionen zurück. Als der Schweizer dann auch noch den Crash mit Munoz und Co. umfahren musste, war die gute Ausgangslage erstmal dahin.
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Vorne versuchte der Polesetter die Flucht. Doch Piqueras und Kelso zogen an Carpe auf 2 und 3 vorbei und gingen das Tempo von Rueda mit. Hinter den Top 3, die sich nach 8 Runden um drei Sekunden abgesetzt hatten, formierte sich eine Gruppe mit fünf Piloten, bestehend aus den beiden Japanern Yamanka und Furusato, Carpe, Fernandez sowie zur Freude des Intact-Teams Rookie Guido Pini.
Mit Beginn der zweiten Rennhälfte machte Jose Antonio Rueda ernst. Mit einer Zeit von 1:44,393 min hatte der Lokalmatador die schnellste Rennrunde gedreht und so etwas Luft zwischen sich und Joel Kelso gelegt. Als Rueda nochmals nachlegte, quetschte sich Piqueras auf Platz um einen letzten Versuch zu unternehmen, die Siegesfahrt des KTM-Ajo-Racers zu verhindern. Doch den gleichen Plan hatte auch Kelso – der Australier konterte. Durch das Gerangel lag Rueda auf einmal zwei Sekunden in Front. Ein sehr beeindruckendes Rennen zeigte der 17-jährige Guido Pini. In der zweiten Gruppe kämpfte sich der Italiener an Alvaro Carpe und Taiyo Furusato vorbei und auf Platz 6. Hinter Spitzenreiter Rueda drehte der Rookie die schnellsten Runden.
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Ohne Fehl und Tadel – Jose Antonio Rueda. Die Nummer 99 gewann den Moto3-GP von Spanien. Den harten Zweikampf um Position 2 entschied MSi-Pilot Angel Piqueras für sich. Hinter dem spanischen Doppel durfte mit Kelso ein Aussie mit auf das Podium. Adrian Fernandez gelang es mit einem starken Schlussspurt noch Platz 4 zu holen. Yamanaka und Furusato setzten als Vierter und Fünfter japanische Ausrufezeichen. Guido Pini holte mit Platz 7 sein bestes Ergebnis. Als bester Rookie verlor er nur 6,5 s auf Rueda. Kämpferisch zeigte sich auch Noah Dettwiler. Mit hohem Renntempo schnappte sich der Eidgenosse Adrian Cruces und Eddie O’Shea und machte sich dann daran, den auf Platz 15 fahrenden Honda-Piloten Buasri einzuholen. Das Projekt schlug denkbar knapp fehl. Obwohl Dettwiler auf der CIP-KTM fast eine Sekunde schneller als der Thailänder fuhr, verpasste die #55 den ersten WM-Punkt des Jahres um nur 0,072 sec. Mit seinem beeindruckenden Start-Ziel-Heimsieg übernimmt Jose Antonio auch wieder das Kommando in der Weltmeisterschaft. Angel Piqueras und Joel Kelso folgen auch in der Tabelle auf den Plätzen 2 und 3.
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