Crutchlow nach Sturz und Strafe: «Ich Idiot – 1000 Euro für einen Start!»
Sportlich lief es für Honda-Ersatzfahrer Cal Crutchlow nur wenig erfolgreich. Nach einem ereignisreichen Comeback-Tag in Brünn mit Schrammen und Bestrafung hatte das MotoGP-Urgestein viel zu erzählen.
Der Engländer Cal Crutchlow vertritt in Brünn bereits zum dritten Mal den verletzten Johann Zarco bei LCR-Honda. geschwungene Rennpiste ist dabei mehr als nur ein Stück Asphalt – vor zehn Jahren holte er in Brünn einen seiner drei Siege in der Königsklasse. Die beiden Sitzungen zum Auftakt des Tschechien-GP beendete Cal Crutchlow jeweils auf dem letzten Platz – und jeweils eine halbe Sekunde dem langsamsten Stammpilot.
Crutchlow hatte beim Media-Debrief am Vortag größere Abstand zur Spitze als zuletzt in Ungarn in Aussicht gestellt, das Gegenteil war der Fall. Mehr als zwei Sekunden verlor der 40-Jährige weder im FP1 noch im Zeittraining. Crutchlow war von seiner Pace sichtlich angetan: «Ich war in meiner ganzen Karriere noch nie schneller in Brünn. Klar, es ist Jahre her und es gibt einen neuen Asphalt, aber ich finde es doch außergewöhnlich als 40-Jähriger -Rückkehrer. Mich freut, dass wir weiter das tun, was wir vorhaben, die Lücke nach vorne zu schließen. Der Abstand ist immer noch groß – weil ich immer noch viele zu langsam bin – aber der Rückstand verringert sich mit jeder Einheit und das gibt ein Stück Zufriedenheit.»
Beim Versuch noch schneller als in 1:53,848 min um die 5,4 km lange Piste zu kommen, rutschte der Zarco-Ersatz erstmals seit seiner Rückkehr aus. Nach dem Crash gab der Honda-Fahrer zu Protokoll: «Mich wundert, dass der Sturz erst beim dritten Event passiert ist. Stürze gehören einfach dazu, und das ich so lange ohne unterwegs war, das war schon eine Überraschung. Allerdings kann den Abflug, der zum Glück nur ein leichter über das Vorderrad war, nicht nachvollziehen. Ich zwar an der Stelle zwar 1 km/h schneller, aber 6 km/h langsamer als andere Honda-Piloten.»
Weder der erste Ausrutscher noch eine teure Unaufmerksamkeit konnten Crutchlow die anhaltend gute Laune vermiesen. Was war passiert? «Während der Practice Starts bin ich einmal angerollt, habe dann aber noch einmal angehalten. Ein gefährlicher Fehler – wenn jemand hinter dir steht und unmittelbar nach dir voll wegfährt», gestand Crutchlow.
Die Kommissare der FIM reagierten nach Regelhandbuch und verpassten Crutchlow für einen nicht korrekt ausgeführten Probestart eine Geldstrafe. Die MotoGP-Vetretung reagierte mit Einsicht und Selbstironie: «Ich stehe voll hinter dieser Regel – sie ergibt komplett Sinn. Ich bin ein Iditot – jetzt mich hat ein Start 1000 Euro gekostet!»
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