Pecco Bagnaia (Ducati) nach Platz 13: Im Frust aus der Box geflüchtet
Ducati-Lenovo-Pilot Pecco Bagnaia scheiterte im MotoGP-Zeittraining im MotorLand Aragon beim letzten Versuch knapp am direkten Einzug ins Q2 und machte danach seinem Ärger Luft.
Das Rennwochenende in Aragon begann für den zweifachen MotoGP-Champion Pecco Bagnaia alles andere als nach Plan. Das 29-jährige Ducati-Ass hatte am Nachmittag in seiner letzten schnellen Runde noch die Chance, in die Top-10 zu fahren, rodelte dann aber in der letzten Kurve in den Notausgang und landete fast noch im Kies. Bagnaia, dem somit nur Platz 13 blieb, schien bereits auf dem Motorrad außer sich vor Wut über den Fehler zu sein und rollte danach in die Boxengasse.
Somit wird sich der Teamkollege von Marc Marquez (3.) am Samstag durch das Q1 quälen müssen. «Ich habe das nicht erwartet», gestand Bagnaia. «Ich hätte eigentlich erwartet, dass ich hier viel schneller bin. Es ist aber leider dumm gelaufen. Mein Feeling hat sich seit Silverstone geändert. In Silverstone und auf dem Sachsenring hatte ich Vertrauen und dachte, wir würden uns steigern. Auch die Ergebnisse waren besser. Ich fühle mich jetzt seit Silverstone aber nicht so gut. Ich hatte mit den normalen Dingen Probleme – ich war auch bei sehr geringem Tempo in Sturzgefahr.»
Bagnaia war sauer auf sich selbst
Dann berichtete Pecco Bagnaia über die hektische Schlussphase: «In der letzten Runde habe ich alles versucht, um in die Top-10 zu fahren. Dann bin ich in der letzten Kurve weit gegangen und musste abdrehen. Ich bin dann nicht in der Box geblieben. Ich war in einem Ausnahmezustand und sehr sauer auf mich selbst, dass ich keine einzige ordentliche Runde geschafft hatte. In so einer Situation ist es dann gefährlich, dass man unüberlegte Dinge sagt und dass man die Arbeit des Teams somit auch nicht wertschätzt. Es war gut, dass ich alleine etwas durchgeatmet habe. Ich bin dann später zurück in die Box gekommen und wir haben ausführlich mit dem Team gesprochen.»
«Am meisten fehlt mir auf der Bremse am Kurveneingang. Auch der Grip am Hinterrad macht mir zu schaffen. Ehrlich gesagt sieht der Grip auf der Strecke ganz gut aus, weil er eigentlich konstanter ist als woanders», so der Italiener weiter. «Mein Problem ist aber: Wenn ich einlenke, verliere ich sofort das Hinterrad, ohne etwas zu tun. Wenn ich ans Gas gehen – auch bei 10 oder 15 Prozent –, verliere ich das Heck. Auch wenn ich das Bike noch nicht ganz aufgerichtet habe, habe ich viel Bewegung im Bike. Es ist, wie es ist. Ich denke, sie haben im Team eine gute Idee für morgen. Ich hoffe, dass es funktionieren wird. Alex Marquez hat hier scheinbar den Unterschied gemacht, ich werde mir daher auch seine Daten ansehen.»
Bagnaia trug beim Termin mit den Medienvertretern ein elektronisches Massagegerät auf der Hand und sagt dazu: «Es ist eine Magnettherapie – ich habe da eine Entzündung. Klar kann man sich besser einstellen, wenn der Körper ganz fit ist. Aber meine Entzündung behindert mich zum Glück nicht, was den Speed betrifft.»
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