Jorge Martin (7.): Fahrstil funktioniert mit der Aprilia nicht in Aragon
WM-Leader Jorge Martin steigerte sich am MotoGP-Freitag in Aragon deutlich und schaffte den direkten Q2-Einzug. Doch auf der Aprilia kämpft der Spanier noch mit einem bekannten Problem.
Während Aprilia-Werkspilot
Im
Martin muss sich noch an den neuen Aragon-Asphalt gewöhnen
«Ich fühlte mich besser als erwartet, doch es gibt noch Arbeit», bilanzierte Martin nach dem ersten Trainingstag. «Mit diesem Motorrad habe ich auf dieser Strecke noch zu kämpfen. Der Kurs hat sich in Sachen Asphalt stark verändert, seitdem ich das letzte Mal hier fuhr. Ich versuche, mich anzupassen und mit jedem Stint zu verbessern.»
Im Vorjahr verpasste er den Aragon-GP auf Grund seiner Verletzungspause. Deshalb war der neue Asphalt für Martin noch Neuland. Vor allem das Verhalten des Vorderrads bereitet dem Aprilia-Piloten spürbare Schwierigkeiten.
Aggressiver Fahrstil fordert den Vorderreifen zu stark
Martin führt das Problem auch auf seinen eigenen Fahrstil zurück. «Ich habe mit der Front zu kämpfen. Der Reifen baut nach nur zwei Runden sehr stark ab. Ich muss verstehen, wie ich besser bremsen kann. Ich muss versuchen, die Front nicht so stark zu überfahren.»
Genau dort sieht der WM-Leader das größte Potenzial für den weiteren Verlauf des Wochenendes. «Das ist ein Problem, das ich mit der Aprilia habe. Es ist auf meinen Fahrstil zurückzuführen. Wenn wir das verbessern können, dann steigert sich mein Renntempo deutlich.»
Auch der Hinterreifen verliert über die Distanz an Performance, stellt Martin aber vor deutlich geringere Schwierigkeiten. «Der Hinterreifen baut auch ab, lässt sich aber leichter kontrollieren. Die Front baut nach zwei Runden ab, verhält sich dann aber ziemlich konstant.» Noch gelingt es Martin deshalb nicht, das Potenzial seiner RS-GP vollständig auszuschöpfen. «Ich konnte heute nicht hart pushen und muss verstehen, wie ich mehr pushen kann», erklärte der 28-Jährige.
Martin ist überzeugt: Ducati in Aragon stärker als Aprilia
Dass Teamkollege Bezzecchi mit der zweiten Aprilia gleichzeitig die Tagesbestzeit markierte, zeigt allerdings, welches Potenzial in der RS-GP steckt. Martin selbst hatte Aragon im Vorfeld nicht unbedingt als ideales Terrain für das Motorrad aus Noale eingeschätzt. «Das war eigentlich immer einer der schwierigsten Kurse für uns. Doch wir sind nah an den Ducati dran. Ich denke, dass wir uns in einer guten Situation befinden. Die Ducati sind hier aber stärker», grübelte der WM-Leader.
Nach dem schwierigen Start in den Freitag kann Martin mit seiner Ausgangslage dennoch zufrieden sein. Das wichtigste Tagesziel, den direkten Einzug ins Q2, erreichte er. Für Samstag muss der Aprilia-Werkspilot nun vor allem einen Weg finden, den Vorderreifen weniger stark zu belasten und dadurch mehr aus seiner RS-GP herauszuholen.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






