Pedro Acosta (KTM): «Suchen nach Zuverlässigkeit, nicht nach Performance!»
KTM-Ass Pedro Acosta beendete das MotoGP-Zeittraining in Aragon auf Rang 8. Er tat sich mit der RC16 schwerer als erwartet. Zudem machten ihm der Vorderreifen und die schmutzige Strecke zu schaffen.
Pedro Acosta war am Freitag in Aragon wieder einmal der schnellste KTM-Pilot. Im FP1 stürzte er, doch im MotoGP-Zeittraining landete er auf Rang 8. Er schaffte als einziger RC16-Pilot den direkten Einzug ins Q2. Gegen die starken Ducati und Aprilia hatte er jedoch nicht viel zu melden. Auf Marco Bezzecchi, der die schnellste Zeit fuhr, hatte er sechs Zehntelsekunden Rückstand.
«Es hätte ein besserer Tag sein können, es hätte aber auch schlimmer kommen können», lautete das Fazit des 22-Jährigen. «Auf der einen Seite bin ich happy, weil wir das Motorrad vom FP1 zum Zeittraining verbessern konnten. Ich hoffe, dass wir am Samstag einen weiteren Schritt machen können, aber ehrlich gesagt, war es schwieriger als erwartet.»
Der Spanier betonte am Donnerstag vor dem Aragon-Wochenende, dass ihm und auch der KTM die Strecke sehr gut liegt. 2025 erzielte er die Ränge 5 und 4. «Letztes Jahr bin ich das Rennen mit dem harten Vorderreifen gefahren, von diesem habe ich mehr Unterstützung bekommen. Dieses Jahr haben wir diesen Reifen nicht. Deshalb hatte ich heute auch meine Probleme», erklärte Acosta. «Jetzt ist es an der Zeit, sich auszuruhen und die Daten zu analysieren. Wir müssen auch schauen, was die anderen KTM machen.»
Kein Leistungs-Plus durch die Motoren-Revision
Vor dem Aragon-GP hat KTM in Munderfing die Motoren der RC16 revidiert – schadhafte, leistungsrelevante mechanische Komponenten eines Zulieferers wurden ausgetauscht. Hat Acosta in Sachen Performance am Freitag einen Unterschied gespürt? «Nein, der Motor ist derselbe. Wir suchen nach Zuverlässigkeit, nicht nach Performance. Es ist wichtig, die Rennen zu beenden», schmunzelte Acosta.
Der Asphalt in Aragon ist bekannt dafür, dass er im Vergleich zu vielen anderen Strecken wenig Grip bietet. Wie war das Grip-Level am Freitag? «Der Grip ist ziemlich niedrig, aber wir haben den alten Rundenrekord gebrochen, weshalb ich etwas überrascht bin», grübelte der KTM-Pilot. «Die Strecke ist aber auch etwas schmutzig. Wenn du auf der Geraden hinter jemand anderem hinterherfährst, wird sehr viel Staub aufgewirbelt. Ich hoffe, dass die Piste in den nächsten Tagen etwas sauberer wird. Denn wenn man in den Kurven weit gehen muss, ist man etwas am Limit.»
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