Bezzecchi (Aprilia) nach Platz 3 am Freitag in Katar: «Da bin ich schwach»
Aprilia-Mann Marco Bezzecchi hatte mit einem zweiten und einem dritten Platz am Freitag einen soliden Start in das MotoGP-Wochenende in Katar. Ein Problem hat der WM-Dritte aber noch vor sich.
Marco Bezzecchi ist im WM-Kampf nur noch der große Außenseiter. Acht Punkte muss der Aprilia-Pilot auf WM-Leader Marc Marquez beim MotoGP-Wochenende in Katar mindestens aufholen, um rechnerisch noch nicht abgeschrieben zu sein. Zumindest beim Auftakt am Freitag auf dem Lusail International Circuit gelang es nicht, sich vor den Ducati-Lenovo-Piloten aus Spanien zu schieben. In beiden Sessions landete der Racer aus Rimini hinter «MM93»: Im ersten freien Training auf dem zweiten Platz, im späteren Zeitfahren auf Rang 3. Immerhin: Bezzecchi war jeweils schnellster Aprilia-Pilot und der direkte Einzug ins Q2 am Samstag nur Formsache.
Der WM-Dritte sieht sich auf einem guten Weg: «Für einzelne schnelle Runden haben wir noch einiges zu tun, aber für mehrere Runden hintereinander, wie im Rennen, kann ich nicht klagen.» Kontrahent Marc Marquez sieht den 27-Jährigen mit mittelharten Reifen gut aufgestellt. Bezzecchi dazu: «Damit fühle ich mich gut, das stimmt. Auf den weichen Reifen ist es aber das Gegenteil, da fühle ich mich im Vergleich zu den anderen schwach.»
Schmutz auf den Geraden, viel Haftung in den Kurven
Für Verwunderung sorgten im Aprilia-Team die Streckenbedingungen: «Auf den Geraden ist viel Schmutz. Die Haftung in den Kurven hat mich aber beeindruckt. Als ich nach der ersten Runde im FP1 in der Box gesagt habe, dass wir viel Grip haben, haben mich die Mechaniker ungläubig angeschaut.» Viel Aussagekraft wollte der Mann mit der Nummer 72 den Eindrücken vom Freitag ohnehin nicht beimessen: «Wir hatten nicht ausreichend viele Runden. In den Trainings muss man sich zu sehr auf einzelne schnelle Runden konzentrieren.»
Kurioser Zwischenfall: Bei der Rückkehr von einer schnellen Runde verpasste der Italiener seine Garage. «Ich habe beim Fahren auf den großen Bildschirm am Streckenrand geschaut und habe die Box verpasst. Als ich mir bekannte Stimmen gehört habe, habe ich mich umgesehen, aber da war mein Team schon außer Reichweite.»
Mit dem kämpferischen Jorge Martin auf Rang 7 war es für Aprilia Racing trotz Ducati-Spitze ein sehr erfolgreicher Arbeitstag in der Wüste.
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