Ai Ogura (4.): Keine Hitzebeschwerden, dafür viel Freude im letzten Sektor
Nach seinem Spitzenauftritt in Brünn fand Trackhouse-Pilot Ai Ogura auch in den Niederlanden den Weg weit nach oben. Nach Platz 5 am Vormittag ging es im Zeittraining noch schneller um den TT Circuit.
Die Veränderung des Ai Ogura ist bemerkenswert. Eineinhalb Jahre tat sich der Japaner als MotoGP-Pilot für Trackhouse Racing schwer, die Freitagsessions zu seinen Gunsten zu nutzen. Noch im Frühjahr 2026 wurde ein direkter Einzug ins Q2 laut gefeiert – während Ogura nun erneut mit scheinbar völliger Selbstverständlichkeit erneut an der Spitze mitfuhr – und zwar konstant. Während Großkaliber wie Bagnaia, Márquez oder Acosta phasenweise an den Rand der Top 10 rutschten, mischte Ogura unentwegt ganz vorne mit. Auch auf P1 wurde die Trackhouse-Aprilia mit der Nummer 79 zwischenzeitlich geführt.
Im letzten Abdrücken wurde es Platz 4 – Pedro Acosta hatte den Traditionskurs im letzten Versuch um 0,052 Sek. schneller umrundet. Auf Platz 1 und Marco Bezzecchi fehlten nach Tag 1 in Assen 0,237 Sekunden. Drei Aprilia in den Top 4 – Noale zeigt sich in Holland wieder schlagkräftig. Japans MotoGP-Held Ogura verschleierte den Speed seines Arbeitsgeräts nicht: «Das Motorrad hat hier sofort sehr gut gearbeitet. Die richtige Basis ist da – und wir können die Stärke des Motorrads hier auch zum Einsatz bringen. Im letzten Sektor mit den schnellen Kurven ist der Unterschied deutlich, hier funktioniert das Bike besser.»
Die Sektorzeiten sprachen Bände. Etliche Male tauchte die Konkurrenz mit roten Helmen in der ersten Hälfte der Runde auf – doch in der superschnellen Ramshoek-Passage waren die RS-GP-Piloten so stark, dass sämtliche Attacken auf Bezzecchi und Fernandez verpufften.
Während des Auftakts in Assen hatten die MotoGP-Piloten zwei weitere Probeeinheiten, um die Starts – die mit den Rennen in Assen erstmals wieder ohne Hole-Shot-Device gefahren werden – zu trainieren. Auch die ungewohnten Starts mit einer höheren Frontpartie konnten Ogura nicht aus der Ruhe bringen: «Ich hatte, wie eigentlich den ganzen Tag, auch bei den Probestarts keine Schwierigkeiten. Wenn ich alleine losgefahren bin – und alleine die erste Kurve angebremst habe, hat das gut geklappt. Für mich macht es eigentlich keinen großen Unterschied – außer, dass man eben etwas langsamer zur ersten Kurve kommt.»
Oguras Ausgangslage vor dem Sprint-Samstag in Assen: WM-Rang 5 mit 134 Punkten. Während Marc Marquez nur sechs Zähler mehr hat, drückt von hinten Acosta mit minus 2 Punkten. Auf Teamkollege Fernandez, der Achter ist, hat der Japaner aktuell ein Plus von 28 Punkten.
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