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Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia kam spät, aber gewaltig. Am Ende fehlten 0,28 Sekunden auf die Bestzeit von Aprilia-Pilot Bezzecchi. Die Hitze rief beim Italiener Erinnerungen an ferne Länder hervor.
Nach Platz 2 freien Training und der Rolle des schnellsten Ducati-Athleten im Zeittraining von Assen trat Francesco Bagnaia den Medien bester Dinge gegenüber. Zwar musste sich Bagnaia als Fünfter hinter drei Aprilia-Piloten und KTM-Ass Acosta anstellen, doch Fabio Di Giannantonio und insbesondere Marc Marquez hatten im entscheidenden Moment weniger Speed als Bagnaia. Dabei sah es lange anders aus.
Denn der erste Versuch, eine Spitzenzeit abzuliefern, scheiterte. Bagnaia: «Ich hatte gehofft, mit dem ganz neuen, ersten weichen Reifen werde ich direkt weit nach vorne kommen, aber die Performance war nicht da.» In Konsequenz befand sich der Corse-Pilot bis zur roten Flagge alles andere als sicher im Q2. Mit einem Abbruch hatte Bagnaia dazu schon früher gerechnet: «Ich dachte, sie werden nach Fermins Crash auf Rot gehen. Sein Unfall war gewaltig und es hat sehr lange gedauert, bis an der Stelle wieder alles unter Kontrolle war.»
Die Flagge kam dann dafür nach dem Abflug des zweiten Gresini-Piloten – und damit zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nur noch vier Minuten standen auf der Uhr, als es wieder auf die Strecke ging. Doch Bagnaia gelang die erhoffte Verbesserung. In der letzten Runde blieb die Uhr bei 1:31,384 min stehen. Damit hatte der Italiener seine eigene Bestmarke aus dem Jahr 2024 um rund sieben Zehntel verfehlt. Was eindeutig auch auf die außergewöhnlichen Temperaturen von 36 Grad in der Luft und 55 am Asphalt ging.
Bagnaia: «Es war schon eine besondere Erfahrung – es hat sich nicht nach Assen angefühlt. Es war, als wären wir nach Indien gefahren. So hat sich auch das Material angefühlt. Es war eine enorme Belastung, auch für die Reifen. Ich würde sagen – alle Stürze hatten mit der großen Hitze zu tun. Ich war aber auch positiv überrascht. Denn meine beste Runde habe ich mit einem Reifen gefahren, der schon sechs Runden hinter sich hatte – und damit war das Gefühl noch fantastisch.»
Mit Blick auf die Renndistanzen gab sich Bagnaia aber verunsichert: «Bleibt es so warm, dann könnte der Vorderreifen über die Distanz ein ernstes Problem werden. Für mich ist es daher noch wichtiger als sonst, nicht im Verkehr zu fahren. Ich will im Q2 maximal weiter nach vorne kommen.« Wie man die Desmosedici nach vorne bringt, ist kein Geheimnis für Bagnaia. Erst vor einer Woche holte sich «Go Free» in Brünn einen Startplatz in Reihe 1.
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