Bezzecchi (1.): «Mit dem Helm auf dem Kopf fühle ich mich viel besser»
Marco Bezzecchi war im MotoGP-Zeittraining in Assen der Schnellste. Er konnte wieder befreit fahren. Wie die Starts ohne Holeshot-Device funktionieren, würde sich erst im Sprint herausstellen.
Nach seinem bislang schwierigsten MotoGP-Wochenende in Brünn meldete sich WM-Leader Marco Bezzecchi (Aprilia) am ersten Tag des Assen-GP bärenstark zurück. Sowohl im FP1 am Freitagvormittag als auch im Zeittraining am Nachmittag war der Italiener der Schnellste.
Hinter Bezzecchi landete mit Raul Fernandez ein weiterer RS-GP-Pilot auf Rang 2. Trackhouse-Teamkollege Ai Ogura beendete das Zeittraining der Königsklasse auf dem vierten Platz.
Letztes Jahr landete «Bez» bei den Rennen in Assen auf den Rängen 3 und 2. In diesem Jahr sieht es zumindest am Freitag danach aus, dass er insbesondere im letzten Sektor einen Schritt nach vorn machen konnte. Weshalb ist das so? «Ich weiß es nicht», zuckte er mit den Schultern. «Natürlich wurde das Motorrad verbessert, zudem habe ich mir die Daten vom letzten Jahr angesehen, und ich versuchte zu verstehen, was ich dieses Mal anders machen kann. Wir haben aber noch viel Arbeit vor uns. Für den Moment ist es mal nicht schlecht.»
In welchen Bereichen konnte die Aprilia verbessert werden? «Überall ein bisschen. Vor allem bei der Elektronik machten wir einige Schritte», erklärte Bezzecchi. «Die Stabilität ist nach wie vor unser größtes Problem. Wir haben viele Bewegungen im Motorrad. Aber in den langgezogenen Kurven verhält sich das Bike sehr gut – das war aber immer schon eine Eigenschaft dieses Motorrads. Das konnten wir beibehalten.»
Am Ende der beiden Freitagssessions hatten die MotoGP-Piloten jeweils die Gelegenheit Starts ohne das Hole-Shot Device zu übern. Zur Erinnerung: Die Startvorrichtung ist ab dem Assen-GP verboten. Wie fühlt sich Bezzecchi damit? «Hoffentlich gut», schmunzelte er. «Natürlich ist es anders, wir müssen uns diesbezüglich in den nächsten Rennen noch anpassen. Seit 2022 habe ich das Front-Device. Es ist bei mir nicht wie bei Marc oder anderen Jungs, die zuvor schon in der MotoGP waren. Wir werden aber mit Sicherheit in der ersten Kurve langsamer ankommen, weil wir langsamer starten. Zugleich haben wir aber auch mehr Wheelie-Neigung. Wir werden aber erst am Samstag im Sprintrennen eine klare Vorstellung davon haben, wie es ist.»
Marco Bezzecchi setzte am Freitag in Assen ein Ausrufezeichen. Er zeigte, dass man an diesem Wochenende mit ihm rechnen muss. «Es war ein sehr guter Tag. Ich habe mich auf dem Bike glücklich gefühlt, und ich habe das Fahren genossen. Es ist eine Strecke, die ich sehr mag», so der Italiener. Fühlte er sich wieder frei? «Ja, mit dem Helm auf dem Kopf fühle ich mich viel besser.
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