Hyundai-Pilot Thierry Neuville in Akropolis-Rallye Griechenland vorne
Ex-Weltmeister Neuville liegt nach der Freitagsschleife der Akropolis-Rallye mit 9,7 Sekunden vor Toyota-Fahrer Sebastien Ogier. Mitfavorit Solberg (Toyota) fiel auf der letzten WP des Tages aus.
Adrien Fourmaux, beendete den ersten Haupttag der traditionsreichen Schotterallye mit seinem Hyundai als Dritter mit einem Rückstand von 42,4 Sekunden auf den Führenden. Die beiden M-Sport-Ford-Piloten n Josh McErlean und Martins Sesks komplettierten die Top 5-Positionen.
Der Freitag begann für Monte Carlo-Sieger Solbergs denkbar schlecht, als der Schwede auf der eröffnenden WP des Tages einen Reifenschaden erlitt und 1.28,9 Minuten verlor.
Entschlossen, weitere Dramen zu vermeiden, drosselte Solberg daraufhin sein Tempo auf den weiteren WPs, da er keinen Vorteil darin sah, weiter hart zu pushen. Die Wahrscheinlichkeit weitere Probleme sich einzufangen waren ihm zu groß gewesen.
Dennoch endete der Tag für ihn auf der letzten WP mit seinem GR Yaris Rally1 vorzeitig am Straßenrand. Bei der Anfahrt zu einer Linkskurve verlor er das Heck und rutschte von der Strecke. Es war Solbergs vierter Fahrfehler in den letzten fünf Rallyes die den Tag vorzeitig beendete.
Sein Toyota-Teamkollege Ogier ging nach der Superspezialprüfung am Donnerstag mit der Führung in die heutigen sechs WPs. Dann konnten jedoch Fourmaux und Neuville ihre späten Startpositionen sechs und sieben profitierend nutzen und übernahmen für Hyundai die Führung.
Neuville lag nach WP 2 vorne, doch Fourmaux war Schnellster gewesen. Der Franzose übernahm nach der WP 3 die Führung, bevor ihm ein Reifenschaden in der WP 4 eine halbe Minute kostete.
Dadurch baute Neuville seinen Vorsprung auf Ogier auf 11 Sekunden aus, wobei sich die Weltmeister der letzten beiden Jahre den ganzen Nachmittag über in den Bestzeiten abwechselten.
Ogier holte in der WP 5 1,7 Sekunden auf Neuville auf, doch Neuville konterte mit einer Bestzeit in WP 6 mit knappen 0,8 Sekunden Vorsprung. Allerdings war der Belgier gezwungen, während der gesamten Nachmittagsrunde einen Reifen mit weicher Mischung zu verwenden, was sich als ein Handicap Fehler offenbarte. Ähnliches war dem Hyundai-Teamkollegen Dani Sordo bereits in Portugal widerfahren.
«Wir hatten den ganzen Nachmittag über deinen guten Rhythmus und können mit unserer Leistung zufrieden sein», kommentierte Neuville seinen Arbeitstag. «Ich war mit dem Auto und den Reifen am Limit. Die Reifen waren schon vor dem Start sehr abgenutzt, daher war ich etwas besorgt. Aber wir sind noch im Rennen, denn wir sind keine allzu großen Risiken eingegangen».
«Es ist immer schön, in Führung zu liegen, aber das bedeutet im Moment noch nichts», ergänzte der Belgier weiter. «Die Rallye ist noch sehr lang, und morgen wird es wieder sehr hart für die Reifen und das Auto sein».
Ogier meinte: «Es war ein guter Tag für uns. Ich denke, wir können damit zufrieden sein. Wir haben es geschafft, mehr oder weniger aus Schwierigkeiten herauszubleiben. Im Moment konzentriere ich mich einfach auf mich selbst und möchte mich weiter aus Problemen heraushalten».
Fourmaux war nach seinem Reifenschaden am Vormittag zunächst auf den vierten Platz zurückgefallen, schaffte es aber auf Kosten von Josh Armstrong wieder unter die ersten Drei und krönte seinen Tag zudem mit einem WP-Sieg.
Armstrong gewann unmittelbar nach dem Remote-Service auf der WP5 seine allererste bei einem Rallye-WM-Lauf. Seine Freude währte allerdings nur kurz, da ihm ein Reifenschaden und ein Turbo-Problem auf der WP6 vier Minuten und damit den dritten Platz kosteten.
Er schied dann auf der Verbindungsetappe aus, da das Turboproblem nicht behoben werden konnte.
Dadurch rückten seine beiden M-Sport-Teamkollegen jeweils um einen Platz nach vorne, wobei McErlean über Nacht Seks auf einen knappen Rückstand von 6,8 Sekunden halten konnte. Der vierte Platz ist die beste Tagesplatzierung, die McErlean jemals in der Rallye-WM erreicht hat.
«Das ist eine ziemlich gute Ausgangsposition für die weitere Rallye», meinte McErlean. «Wir haben versucht uns für morgen eine gute Startposition zu sichern. Ich denke das ist uns gelungen».
Takamoto Katsuta liegt über Nacht auf Platz sechs, einen Platz vor Elfyn Evans, der in der Startreihenfolge das einzige Auto vor ihm war. Beide liegen hinter dem Führenden Neuville mit 1-33,2 Minuten bzw. 2.08,4 Minuten zurück.
Die Fahrer hinter ihnen hatten alle mit Problemen zu kämpfen. Der Spanier Dani Sordo musste am Vormittag wegen einer Reifenpanne anhalten. Sami Pajari am Nachmittag gleichfalls.
Sordo hatte zudem jedoch tiefgreifendere Probleme. Der Spanier brummte: «Ich bin richtig frustriert. Es ist schwierig, einfach alles. Ich habe vergessen, wie man die Pacenotes schreibt. Ich hatte Spaß am Fahren und meinte zunächst gut unterwegs zu sein, aber vom Tempo war es das offensichtlich nicht».
Andreas Mikkelsen führt die WRC2-Wertung vor seinem Toksport-Skoda-Teamkollegen Robert Virves an. Toyota-Pilot Alejandro Cachon liegt auf der dritten Ppsition, nachdem Yohan Rossel (Lancia) auf der letzten WP anhalten musste, um einen Reifen zu wechseln.
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