Di Giannantonio zu Quali-Sturz: «Dafür sind mir meine Finger zu wichtig»
Startplatz 4 in Ungarn für Fabio Di Giannantonio, aber im Ziel des MotoGP-Sprints nur ein zehnter Platz für das VR46-Ass: Einem nicht erfolgreichen Samtagsrennen ging schon im Q2 ein Schreck voraus.
Fabio Di Giannantonio war am Balaton Park Circuit Freitag ebenso wie am Samstag beständig im MotoGP-Spitzenfeld zu finden. Dabei war der fünfte Platz zum Auftakt im ersten freien Training noch die schlechteste Einzelplatzierung. Den zweiten Plätzen in FP2 und im Zeitfahren folgte ein erfolgreiches Qualifikationstraining, obwohl die erste fliegende Runde mit einem Schreckmoment begann: Nur wenige Meter neben dem 28-Jährigen rutschte Marc Marquez in der ersten Kurve neben die Strecke, der Italiener kam mit seiner Ducati nur wenige Meter weiter zu Sturz:
«Mir ist das Vorderrad weggerutscht. Ich hatte Glück, dass mir der Motor nicht abgestorben ist.» Der Italiener hatte seine GP26 und damit den Kupplungshebel während des Sturzes instinktiv losgelassen: «Durch meinen verletzten Finger kann ich derzeit nicht riskieren, mit der Hand an der Verkleidung des Motorrads hängen zu bleiben. Meine Finger sind mir dafür zu wichtig.»
Das VR46-Aushängeschild hatte sich durch Alex Marquez’ umherfliegendes Vorderrad beim MotoGP-Event in Katalonien an der Hand verletzt und fährt seither mit angeknackstem Finger. Hätte der Motor seiner GP26 beim Sturz im Qualifying neu angelassen werden müssen, hätte «Diggia» sich sein Ersatzmotorrad aus der Box abholen müssen und wertvolle Zeit verloren. Am Ende von Q2 stand dennoch Startposition 4.
Ausgerechnet als es für den WM-Dritten in Ungarn erstmals um Punkte ging, wollte es nicht mehr klappen mit einer guten Platzierung – schon die erste Runde des Sprintrennens ging in die Hose. Dabei lief der Start selbst passabel: Auf den ersten Metern verlor der Römer keine Position. Erst beim Einbiegen in die erste Kurve musste er sich nach hinten orientieren und am Ende der ersten Runde wurde er nur noch als Neunter geführt: «So, wie wir unser Motorrad eingestellt haben, habe ich große Probleme mit dem Vorderrad. In den ersten Kurven des Sprintrennens konnte ich mich kaum wehren. Das hat sich über die ersten Runden fortgesetzt.»
Dass es am Ende nicht einmal zu einem einzelnen WM-Zähler reichte, sondern der zehnte Platz auf dem Ergebnistableau stand, setzte dem Sprintrennen die Krone auf für die Nummer 49: «Ich konnte nicht angreifen, sondern wurde stattdessen selbst angegriffen. Im Laufe der Runden hat sich das Gefühl verbessert, aber um Positionen zurückzugewinnen war es nicht gut genug.» Durch den zweiten Platz von Pedro Acosta im Sprint schmolz der Vorsprung Di Gianntonios auf des KTM-Ass auf 22 Zähler.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



