Ducati-Lenovo-Solist Bagnaia: «Sinnlos, in Catalunya nach Grip zu suchen»
Die Piste von Barcelona hinterließ in den letzten Jahren keine guten Erinnerungen bei Pecco Bagnaia. 2026 tritt der Ducati-Werksfahrer als Solist des Teams an. Vor dem FP1 ist die Stimmung gut.
Die letzten Reisen – in den letzten zwei Jahren waren es nicht weniger als drei Events – der MotoGP nach Catalunya endeten für Ducati-Pilot Pecco Bagnaia mit den unterschiedlichsten Emotionen. Mit Glück überstand der Turiner den Unfall im Sommer 2026, als der Champion gleich nach dem Sturz in der ersten Passage überfahren wurde. Beim zweiten Antreten der MotoGP im Herbst beim Finale fuhr Bagnaia stark – musste seinen Titel nach einer außergewöhnlichen Saison an Herausforderer Jorge Martin abgeben. 2025 schließlich lief sportlich nur wenig zusammen. Im Sprint ging Bagnaia auf Platz 14 und während die Markenkollegen mit Namen im GP an der Spitze dominierten, erreichte Bagnaia das Ziel als Siebter – hinter Aprilia-Privatier Ai Ogura.
Auch im Mai 2026 erreichte Bagnaia Spaniens Norden mit gemischten Gefühlen, präsentierte sich aber mit guter Laune. Vor wenigen Tagen in Le Mans zeigte er sich konkurrenzfähig, erbeutete die Pole-Position und zählte nach einem Crash am Ende doch zu den Verlierern. In der WM-Tabelle hält Bagnaia nur Rang 9 und ist damit hinter Di Giannantonio (3.), Marc Marquez (7.) und Alex Marquez (8.) nur die vierte Kraft im Ducati-Lager. Doch in Barcelona könnte sich das ändern – auch weil Teamkollege Marc Marquez verletzungsbedingt ausfällt.
Für den Italiener hat der Catalunya-GP hohen Stellenwert: «Unser Schritt nach vorne, der kam am Montag nach dem Jerez-GP. Das hat sich schon in Le Mans gezeigt. Die Strecke in Barcelona ist wieder sehr anders, hat einen ganz anderen Charakter und Eigenschaften – und wenn wir unsere Fortschritte auch hier bestätigen könnten, das wäre mit Blick auf die ganze Saison sehr wichtig.»
Bagnaia erinnerte: «Man sieht, wie besonders die Strecke für uns ist – 2024 habe ich beide Rennen gewonnen und im letzten Jahr war es eine der schlimmsten Stationen überhaupt und ich war hinten.»
Angesprochen auf den Ruf der Strecke als «Low-Grip-Track» mit sehr geringer Haftung erklärte der Doppelweltmeister die Richtung der Abstimmung. «Die Strecke selbst hat so dermaßen wenig Haftung, dass es keinen Sinn macht, daran zu arbeiten, über das Motorrad mehr Grip zu finden. Es geht nur darum, bestmöglich einzubiegen und das Bike schnellstmöglich durch die Kurven zu bringen.»
Bagnaia unterstrich mit Blick auf Aprilia: «Wir haben uns definitiv angenähert. Unsere Chancen haben sich verbessert, mit ihnen zu kämpfen. Wir waren bereits in Le Mans in der Lage, die gleichen Zeiten zu fahren – es wird also sehr spannend, wie es hier in Barcelona läuft, besonders weil Aprilia hier schon in den letzten Jahren sehr stark war.»
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