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Mehr als Teamkollegen: Toprak Razgatlioglu und Michael van der Mark entwickelten eine Freundschaft und stehen regelmäßig in Kontakt. Van der Mark musste vor seinem Comeback in Most um Hilfe bitten.
Michael van der Mark und Toprak Razgatlioglu bildeten zunächst bei Yamaha und später auch bei BMW ein starkes Duo. Aus der Zusammenarbeit entwickelte sich eine enge Freundschaft, die auch nach Razgatlioglus Wechsel in die MotoGP bestehen blieb. Im Fahrerlager der Superbike-WM in Most sprach van der Mark mit SPEEDWEEK.com über den Kontakt zu seinem ehemaligen Teamkollegen.
An diesem Wochenende
«Er rief mich am Donnerstagmorgen an. Ich musste ihn nach dem Code für den BMW-Truck fragen, weil ich ihn vergessen hatte», erklärte der sympathische Niederländer mit einem Lachen. «Wir stehen regelmäßig in Kontakt und tauschen uns wirklich jede Woche aus.»
Was sagt van der Mark zu Razgatlioglus Leistungen in der MotoGP? «Wenn ich mir seine Ergebnisse und Rundenzeiten anschaue, dann stelle ich fest, dass er unglaublich gute Arbeit leistet. Sein technisches Paket ist… sagen wir schwierig», kommentierte er die Situation bei Yamaha.
«Doch das Problem hat nicht nur er sondern alle, die dieses Motorrad im Moment fahren. Sie alle erleben sehr schwierige Zeiten. Ich denke, er leistet sehr gute Arbeit mit dem, was er zur Verfügung hat. Aber sicher kann er es nicht komplett genießen», so van der Mark.
Der Wechsel von der Superbike-WM in die MotoGP ist deutlich schwieriger als in der Vergangenheit. Vor 20 Jahren gewann Troy Bayliss bei seinem Einsatz als Ducati-Ersatzpilot beim MotoGP-Saisonfinale in Valencia. So etwas ist in der komplexer gewordenen MotoGP mittlerweile unmöglich. Aber auch bei den Wildcards in der Superbike-WM haben es Gaststarter schwer. Spitzenergebnisse sind meist nur bei chaotischen Wetterbedingungen möglich.
Van der Mark sammelte vor knapp zehn Jahren Erfahrungen in der MotoGP. In der Saison 2017 sprang er bei Tech3-Yamaha als Ersatz für Jonas Folger ein, schaffte es bei seinen Einsätzen in Sepang und Valencia aber nicht in die Punkte. Bereits damals war es sehr schwierig, sich ohne große Vorbereitung in Szene zu setzen.
«Die Zeiten ändern sich», bemerkte van der Mark mit Blick auf die Situation. «Das sieht man auch in der Superbike-WM, wenn man sich die Ergebnisse aus der Vergangenheit anschaut. Wenn man vor fünf Jahren eine Sekunde langsamer war, dann war das kein so großes Problem. Jetzt ist man 18. oder 19. Die Zeiten ändern sich, alle verbessern sich. Die Leute müssen aufhören, sich an der Vergangenheit zu orientieren.»
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