Williams-Teamchef James Vowles zu V8-Comeback: «Ich vermisse diese Zeit»
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem kündigte unlängst die Rückkehr der V8-Triebwerke in der Formel 1 an. Williams-Teamchef James Vowles würde das Comeback begrüssen, wie er in Miami betont hat.
Viele langjährige Formel-1-Liebhaber vermissen den V8-Sound in der Königsklasse, das Musik in ihren Ohren ist. Entsprechend erfreut dürften sie auf die jüngsten Aussagen von Mohammed Ben Sulayem reagiert haben, der die Rückkehr der V8-Triebwerke nicht nur in Aussicht gestellt hatte, sondern versprach: «Es ist nicht die Frage, ob das passiert, sondern wann.»
Der Präsident des Autosport-Weltverbands weiss: Durch den Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe ist das Comeback auch mit den Umwelt-Zielen der Formel 1 vereinbar. Was sagen aber die WM-Teilnehmer dazu? James Vowles würde sich über eine Rückkehr der V8-Motoren freuen, wie er in Miami auf die entsprechende Frage erklärt hat.
«Ich denke, es gibt immer Verbesserungen, die wir vornehmen können, und wir suchen nach dem Weg zum besten Ergebnis. Das ist jetzt nur meine persönliche Meinung, denn ich muss keine Antriebseinheit bauen, aber ich hätte gerne wieder einen V8. Ich vermisse diese Zeiten», sagte der Williams-Teamchef, der auch die Gelegenheit nutzte, die aktuellen Anpassungen am Motoren-Reglement zu loben.
Denn die aktuellen Triebwerke führen dazu, dass die Fahrer in einigen Streckenabschnitten vom Gas gehen und selbst im Qualifying auf das Energie-Management achten müssen, statt Vollgas zu geben, was für viel Kritik seitens der GP-Piloten gesorgt hatte. Auch einige Sicherheitsbedenken wurden laut, denn die verschiedenen Energie-Level sorgen für grosse Tempo-Unterschiede, die potenziell gefährliche Situationen schaffen können.
Die Verantwortlichen des Sports setzten sich deshalb nach den ersten drei WM-Runden zusammen und nahmen Anpassungen am Reglement vor, um die negativen Auswirkungen zu minimieren, und Vowles sagte dazu: «Da wir kein Motorenhersteller sind, fällt es mir leichter, das Ganze zu kommentieren. Und ich kann nur meine persönliche Meinung kundtun. Aber ich würde sagen, dass die FIA und die Teams sehr kooperativ waren, als sie sich darüber ausgetauscht haben, ob und wie das Produkt weiter optimiert werden kann.»
«Ich bin zuversichtlich, dass wir uns auch weiterhin gemeinsam an einen Tisch setzen werden, um sicherzustellen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wenn weitere Änderungen nötig sind, werden wir diese prüfen», fügte der 46-jährige Ingenieur an.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach