Nach Frankreich-Sieg: Jorge Martin (Aprilia) will in Catalunya nachlegen
Jorge Martin feierte in Le Mans seinen ersten GP-Sieg auf der Aprilia RS-GP. Als WM-Zweiter will er seinen Formschwung in Catalunya nutzen. Hier gewann er vor 18 Monaten seinen ersten MotoGP-Titel.
Wenige Tage nach einem perfekten Le Mans-Wochenende saß Jorge Martin gut gelaunt in der Pressekonferenz vor dem Barcelona-GP. Aprilia feierte beim Frankreich-GP einen 1-2-3-Triumph – das erste Mal in der MotoGP-Geschichte des Herstellers. Der «Martinator» gewann sowohl den Sprint als auch das Rennen am Sonntag. Es war sein erster GP-Sieg seit Mandalika 2024 und sein erster mit der RS-GP. In der WM liegt er danach nur einen Punkt hinter Teamkollege Marco Bezzecchi.
«Le Mans war unglaublich. Diesen Moment habe ich genossen», blickte Martin zurück auf Frankreich. Auch das historische Aprilia-Ergebnis ließ ihn nicht in Ruhe. «Erste, Zweite und Dritte – das ist unwirklich. Ich freue mich für Aprilia.» Auch das Vertrauen in das Bike nimmt zu. «Ich habe mit einigen neuen Teilen einen großen Schritt gemacht.»
Barcelona: Martin mit frischer Einstellung
Für Barcelona dämpfte Martin die Erwartungen. «Das ist eine der schwierigsten Strecken für uns. Ich mag das Layout sehr, aber KTM kann hier extrem stark sein. Wir müssen bereit sein, zu leiden.»
Der Spanier hat in Montmelo gute und schlechte Erinnerungen sammeln dürfen. «Ich habe mir hier den Fuß gebrochen, ich bin in der Moto3 in Führung liegend gestürzt.» Und er feierte beim Solidarity-GP 2024 seinen WM-Titel. Was macht ihn heute anders als noch vor 18 Monaten? Dabei lenkte er den Blick auf die vergangenen Monate. Insbesondere in seinem ersten Aprilia-Jahr war Martin dauernd verletzt. «Man versteht gar nicht, wie schön es ist, gesund zu sein und Rennen zu fahren. In den schlechten Momenten realisiert man das erst.»
Fanfest, Moonwalk und ein Problem mit den Schuhen
Einen Tag vor dem Rennwochenende präsentierten sich die spanischen MotoGP-Stars beim Fan-Festival in der Innenstadt von Barcelona in der Menge. «In Le Mans war schon viel los, aber gestern war ich überrascht, wie laut sie für uns geschrien und gejubelt haben. Das ist wirklich etwas Besonderes.» Weniger freiwillig lieferte er auch eine Zugabe seines berühmten Moonwalks. Ein Problem hatte er bei der Ausführung: «Mit diesen Schuhen gleitet man nicht so gut.»
Auf die Frage, wie er sich als Fahrer seit der Ducati-Ära weiterentwickelt habe, antwortete Martin nachdenklich: «Die Mentalität hat sich verändert. Und das Bremsen war im Vorjahr mein größtes Problem. Verglichen mit 2024 fühle ich mich auf der Aprilia fahrerisch ähnlich – nur die Linien sind andere. Ich kenne sie jetzt und weiß, wie ich sie fahren muss.»
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