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Franco Morbidelli: «Endlich explosiv vom Start weg»

Nach Platz 5 im halb so langen Sprintrennen legte Franco Morbidelli im MotoGP-Hauptrennen von Buriram noch ein paar weitere Kohlen aufs Feuer, eroberte Rang 4 und war wieder zufrieden mit sich und der Welt.

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Für die meiste Zeit seiner MotoGP-Karriere hiess es hinter vorgehaltener Hand, der Moto2-Weltmeister von 2017 sei zwar ein guter Fahrer, komme aber vergleichsweise schwer aus den Startlöchern und zu langsam in Schwung in der Königsklasse, in der es auf aberwitzige Einzelrunden in der Qualifikation und auf Blitzstarts in den Rennen ankommt.

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Jetzt beim GP-Saisonauftakt in Buriram bewies der 30-jährige Römer, das es auch anders geht: Trotz der Strafe, die er sich wegen einer Behinderung von Pecco Bagnaia im Freitagstraining eingehandelt hatte und die ihn in der Startaufstellung um drei Plätze auf Rang neun zurückwarf, schnellte Morbidelli sofort in die Spitzengruppe.

Am Ende der ersten Runde an siebter Stelle, fuhr er in der zweiten Runde an Raul Fernandez und Jack Miller vorbei auf Rang fünf. Zwei weitere Runden später hatte er auch den formidablen MotoGP-Rookie Ai Oguma eingefangen und blies mit unvermindertem Tatendrang zur Jagd auf den drittplatzierten Pecco Bagnaia. Erst nach einem Beinahe-Sturz kalkulierte Morbidelli sein Risiko und beschränkte sich für den Rest des Rennens darauf, den verbliebenen Reifengrip zu verwalten und den vierten Platz sicher ins Ziel zu bringen.

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Ob Rang 4 das Maximum gewesen sei, wollte ein Journalist hinterher wissen. "Platz 1 war das Maximum. Platz 4 war das Maximum dessen, was in unserer Reichweite lag nach dem Fehler vom Freitag", belehrte Morbidelli den Fragesteller. "Schon gestern im Sprint haben wir begonnen, die Scharte des Penalty auszuwetzen. Heute wäre ich gern mit dem harten Vorderreifen ins Haupt-Rennen gegangen, doch das Team hat mich davon überzeugt, abermals mit der weichen Mischung auszurücken – was sich als die richtige Wahl herausgestellt hat", so Morbidelli weiter.

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Denn mit dem weichen Gummi konnte der 30-jährige Römer nach Herzenslust angreifen, zumindest in der Anfangsphase des Rennens. "Der weiche Vorderreifen hat mir etliche Überholmanöver ermöglicht", rieb sich Morbidelli zufrieden die Hände. "Trotzdem waren die Angriffe sehr riskant, wegen der hohen Temperaturen, wegen dem Layout der Strecke und weil alle Fahrer mit den Tests schon sehr viele Runden auf dieser Piste abgespult haben und wussten, wie sie sich zur Wehr setzen können. Das Überholen war sehr schwierig, und als ich näher an Pecco heranrückte, ist mir ein Fehler passiert. Ich brauchte eine Atempause, nahm etwas Tempo raus und stellte den 4. Platz sicher."

Es war ein Ergebnis, nach dem er zufrieden abreisen konnte – vor allem wegen der starken Anfangsphase. "Heute waren wir endlich so explosiv, wie wir uns das schon lange gewünscht haben. Ich hatte einen tollen Start, ähnlich wie in Mandalika im letzten Jahr. Allmählich bin ich so weit", nickte Morbidelli. "Das Wichtigste ist künftig, weiter vorn losfahren zu können, das ist der Schlüssel zu wirklich starken Runden am Beginn der Rennen!"

Ergebnisse MotoGP Buriram, Grand Prix (2. März):

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1. Marc Márquez (E), Ducati, 26 Runden in 39:37,244 min

2. Alex Márquez (E), Ducati, +1,732 sec

3. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +2,398

4. Franco Morbidelli (I), Ducati, +5,176

5. Ai Ogura (J), Aprilia, +7,450

6. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +14,967

7. Johann Zarco (F), Honda, +15,225

8. Brad Binder (ZA), KTM, +19,929

9. Enea Bastianini (I), KTM, +20,553

10. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +21,546

11. Jack Miller (AUS), Yamaha, +22,315

12. Luca Marini (I), Honda, +23,940

13. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +24,760

14. Miguel Oliveira (P), Yamaha, +26,097

15. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +26,456

16. Maverick Viñales (E), KTM, +28,770

17. Alex Rins (E), Yamaha, +31,095

18. Somkiat Chantra (T), Honda, +31,480

19. Pedro Acosta (E), KTM, +42,115

20. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +46,827

– Joan Mir (E), Honda, 11 Runden zurück

– Raul Fernandez (E), Aprilia, 6 Runden zurück

WM-Stand nach 2 von 44 Rennen:

1. M. Marquez, 37 Punkte. 2. A. Marquez 29. 3. Bagnaia 23. 4. Morbidelli 18. 5. Ogura 17. 6. Bezzecchi 10. 7 Binder 10. 8. Zarco 9. 9. Bastianini 7. 10. Di Giannantonio 6. 11. Miller 5. 12. Marini 4. 13. Quartararo 4. 14. Acosta 4. 15. Aldeguer 3. 16. Oliveira 2. 17. Mir 1. 18. Viñales 0. 19. Rins 0. 20. Chantra 0. 21. Savadori 0. 21. Fernandez 0.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati, 37 Punkte. 2. Aprilia 17. 3. KTM 12. 4. Honda 10. 5. Yamaha 8.

Team-WM:

1. Ducati Lenovo Team, 60 Punkte. 2. BK8 Gresini Racing 32. 3. Pertamina Enduro VR46 Racing 24. 4.Trackhouse MotoGP Team 17. 5. Red Bull KTM Factory Racing 14. 6. Aprilia Racing 10. 7. LCR Castrol Honda 9. 8. Red Bull KTM Tech3 7. 9. Prima Pramac Yamaha Racing 7. 10. Honda HRC Castrol Team 5. 11. Monster Energy Yamaha 4.

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1

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3

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

157

4

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

140

5

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

134

6

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

132

7

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

127

8

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

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76

10

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BK8 Gresini Racing MotoGP

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