Franco Morbidelli (Yamaha): «Hätten mehr verdient»
Zwischenrang 11 in der MotoGP-WM stellt Franco Morbidelli nicht zufrieden. Der Petronas-Yamaha-Pilot glaubt, dass auch sein Mentor und Markenkollege Valentino Rossi in Reichweite ist.
Lando Norris ist Formel-1-Weltmeister 2025, mit Rang 3 in Abu Dhabi hat er sich erstmals den Titel gesichert, als elfter Fahrer aus Grossbritannien. Aber wer ist dieser Lando Norris eigentlich?
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Franco Morbidelli stand in der ersten Saisonhälfte immer wieder im Schatten seines Petronas-Yamaha-Teamkollegen Fabio Quartararo (20), obwohl er selbst seine bisher besten MotoGP-Ergebnisse einfuhr: Der 24-jährige Italiener aus der VR46-Riders-Academy sammelte in neun Rennen fünf Top-10 Plätze, in Austin und Assen landete er jeweils auf Rang 5. Dazu fuhr der Moto2-Weltmeister von 2017 zweimal aus der ersten Startreihe los.
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Auch weil Morbidelli in Argentinien, beim Italien-GP in Mugello und in Barcelona drei Nuller einstecken musste, findet er sich in der WM-Wertung mit 52 Punkten auf Rang 11 wieder. Damit liegt er nur vier Zähler hinter dem WM-Zehnten Pol Espargaró (KTM), auf seinen Teamkollegen und Sensationsrookie Quartararo (8.) fehlen ihm 15 Punkte. Selbst Mentor und Markenkollege Valentino Rossi ist als Sechstplatzierter nicht außer Reichweite, die beiden trennen nach dem Sachsenring-GP 28 Punkte. Franco, wie würdest du die erste Hälfte der Saison bewerten?
Ich würde den bisherigen Saisonverlauf mit einer 7,5 bewerten. Wir waren schnell aber nicht konstant. Wir liegen auf Rang 11 in der Weltmeisterschaft und ich glaube, dass wir ein bisschen mehr verdient hätten, aber ich habe Fehler gemacht, die ich nicht hätte machen sollen. Wir haben vielleicht nicht das, was wir uns meiner Meinung nach verdienen, aber der Kampf bis auf Platz 6 ist sehr eng – und wir haben noch die zweite Hälfte der Saison, um so viele Punkte wie möglich zu sammeln und im Klassement nach oben zu klettern.
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Es gibt eine wirklich große Gruppe, die um die Top-Plätze kämpfen kann. Es ist großartig, in diesem Kampf dabei zu sein. Man sieht, dass sich das WM-Klassement nach jedem Rennen verändert – wir sind mitten in einem aufregendem Battle. Ich habe in den Rennen mit Fahrern gekämpft, die Rennen gewonnen haben und auf dem Podium gestanden sind. Wenn es so eng ist, machen die kleinen Details, die Streckeneigenschaften und das Glück den Unterschied. Das motiviert uns, noch mehr für den Erfolg zu arbeiten.
Welches Rennen war bisher das beste für dich? Insgesamt war Assen bis jetzt das beste Rennen für mich. Aber in Argentinien habe ich auch um das Podium gekämpft.
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Wie passt du und das Team euch an die Yamaha YZR-M1 an? Die Anpassung läuft gut, wir müssen nur noch einige wenige Dinge verstehen, damit wir uns bei allen Bedingungen wohl fühlen. Ich arbeite sehr gut mit dem Team zusammen, wir haben ein gutes Verhältnis. Das ist das Wichtigste, weil ich dadurch ruhiger und präziser arbeiten kann. In welchen Bereichen möchtest du mit dem Motorrad oder deinem Fahrstil in den kommenden Rennen einen Schritt nach vorne machen? Ich hätte in der zweiten Saisonhälfte gerne mehr Grip in der Beschleunigungsphase. Das ist sicherlich unsere Schwäche und das, woran wir arbeiten müssen. Das Team und Yamaha machen einen großartigen Job, ich bin mir sicher, dass wir uns Rennen für Rennen verbessern werden. Wir sind wirklich sehr erfreut über die Unterstützung, die wir von Yamaha bekommen.
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Freust du dich auf die zweite Hälfte der Saison? Die Zahlen sagen, dass ich in der zweiten Saisonhälfte besser bin. 2016 war ich in der zweiten Hälfte Gesamterster oder Zweiter, 2017 habe ich die Weltmeisterschaft gewonnen – und es sind viele Strecken dabei, die ich liebe, zum Beispiel mein Heimrennen in Misano oder der Malaysia-GP, der für das Team sehr speziell sein wird. Ich wüsste nicht, warum das Podium als Ziel nicht möglich sein sollte, aber in der Sommerpause sieht der Plan erst einmal vor, sich die Bereiche vorzunehmen, in denen uns etwas fehlt, und für die zweite Hälfte der Saison Energie zu tanken – das geht am besten auf dem Strand! WM-Stand nach 9 von 19 Rennen: 1. Márquez 185. 2. Dovizioso 127. 3. Petrucci 121. 4. Rins 101. 5. Viñales 85. 6. Rossi 80. 7. Miller 70. 8. Quartararo 67. 9. Crutchlow 67. 10. Pol Espargaró 56. 11. Morbidelli 52. 12. Nakagami 50. 13. Mir 39.
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