Jack Miller (KTM/5.): «Ich bin wie auf Eis gefahren»
Red Bull-KTM-Star Jack Miller schlug sich beim Sachsenring-GP am Freitag trotz der widrigen Verhältnisse prächtig. «Aber ich habe nicht alles riskiert», versicherte er nach Platz 5.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Jack Miller sicherte sich nach dem turbulenten Freitags-Training auf dem Sachsenring den fünften Platz. Der Australer aus dem Red Bull KTM Factory Team verlor nur 0,149 sec auf die Bestzeit. "Ich war vor dem zweiten Training ziemlich nervös, denn das Wetter sah ziemlich ominös aus", seuzfte der Australier. "Aber immerhin war der Wettergott heute auf unserer Seite, dadurch konnte ich mich im FP2 am Nachmittag auf 1:20,420 min steigern. Es gab eine volle trockene Session."
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"Wir haben im Schluss noch einen neuen Reifen reingeschmissen, ich konnte ein paar anständige Rundenzeiten fahren. Ich war happy mit dem Resultat, ich fühle mich stark hier. Wir haben in jedem einzelnen Exit Fortschritte erzielt und haben das Bike-Set-up immer näher dorthin gebracht, wo ich es haben wollte. Am Ende bin ich immer stärker geworden und konnte allein eine anständige Rundenzeit fahren. Es gibt zwar einen Bereich auf der Piste, wo ich mich steigern kann, aber in den Sektoren 1 und 2 habe ich mich stark gefühlt. In den Abschnitten 3 und 4 haben wir noch etwas Arbeit zu erledigen. Ich bin mit dem heutigen Tag wirklich happy und bin jetzt gespannt, was morgen passieren wird." "Ich bin auch auf den Sonntag neugierig, denn besonders die Art und Weise, wie der Hinterreifen-Grip hier funktioniert, wird den Sonntag hier aufregend machen", stellte "Thriller Miller" fest.
"Ich war zwischendurch heute auf mich selbst sauer, weil ich ein paar Fehler gemacht habe. Ich habe mich in der Früh besonders beim Wasserfall nicht komfortabel gefühlt. Diese Stelle war trickreich. Ich hatte zu Beginn der Session den Medium-Hinterreifen drauf. Aber der Wind war in der Früh im FP1 wirklich kalt. Beim Reinfahren in die Kurven hat sich die rechte Reifenseite wie Eis angefühlt. Ich hatte ein paar bange Momente deswegen, sogar wenn ich etwas gewartet habe, denn der Wind war kühl und die rechte Seite des Reifens hat sich wegen der wenigen Rechtskurven wie Eis angefühlt. Ich hatte einige Schrecksekunden und Highside-Momente, sogar wenn ich mit dem Gasaufdrehen gewartet habe, bis ich im Bergabstück war. Das Bike ist dauernd sideways ausgebrochen, das hat mein Vertrauen ein bisschen erschüttert. Ich bin wie auf Eis gefahren und habe ein paar Highside-Augenblicke erlebt. Sogar wenn ich beim Gasaufdrehen bis zum Bergabstück gewartet habe, wollte das Ding seitlich ausbrechen. Das hat mein Vertrauen etwas angeknackst. Deshalb habe ich beim Wasserfall nicht alles riskiert."
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Miller weiter: "Aber in der zweiten Session konnte ich an dieser Stelle mehr Vertrauen gewinnen, außerdem konnte ich oben an der höchsten Stelle mehr Speed finden. Doch die Zeiten liegen hier so knapp beisammen... Zwischendurch musste ich fürchten, dass ich nicht direkt ins Q2 aufsteige, das wäre ein massiver Rückschlag gewesen."
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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MotoGP kombinierte Zeiten nach FP2, Sachsenring (16.6.):
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