KTM-Ass Acosta: Lob für mehr Platz beim Start, Kritik an der Sprintdistanz
Das MotoGP-Projekt aus Österreich blieb beim letzten Sprint vor der Sommerpause blass. Nur Youngster Pedro Acosta konnte aus Reihe 3 Boden gutmachen und punkten. Doch glücklich war der Spanier nicht.
Dass der einstige große KTM-Hoffnungsträger beim ersten Rennen des Deutschland-GP keine große Rolle spielen würde, das hatte sich bereits am Vortag abgezeichnet, als nur Acosta und das knapp den Weg ins Q2 gefunden hatten. Auch im Qualifying wurde keine weitere Zeit freigelegt. Acosta büßte 0,7 Sekunden ein – Startplatz 10. Da Marco Bezzecchi vor ihm verletzungsbedingt aber nicht antreten konnte, ging es aus der dritten Reihe in die Distanz über 15 Runden, die, so Acosta nach dem Lauf, grenzwertig war. «Ich verstehe das Format, für die Zuschauer ist es klasse, aber ein Sprint, der auf dieser Strecke über 15 Runden geht, ist schon verdammt lang. Ich denke, man sollte darüber nachdenken, die Distanz etwas zu kürzen.»
Mit seiner erst frisch operierten Hand hatte die Kritik aber nichts zu tun. Acosta: «Ich hatte zwar etwas Schmerzen, aber die Funktion war tadellos, auch im Rennen. Ich bin sehr froh, wie es gelaufen ist.» Zufrieden war der Spanier auch mit dem ersten Start mit einer «luftigeren» Aufstellung. «Ich muss sagen, das hat einwandfrei funktioniert. Mit einem sehr guten Start kann man immer noch die Kollegen in der gleichen Reihe schnappen. Zugleich ist es bei der Ankunft zu Kurve 1 weit weniger eng. Statt fünf Piloten hat man jetzt vielleicht zwei um sich. Für die Sicherheit war das sicher eine gute Änderung», so der KTM-Werksfahrer.
Zum Rennlauf. Zwar gelang es dem zukünftigen Ducati-Werksfahrer zügig, an Yamaha-Mann Quartararo vorbeizuziehen, doch das war dann schon alles mit der Aufholjagd. Zu langsam, um an die Top 5 heranzukommen, zu schnell, um vom Mittelfeld gefressen zu werden – so die Lage der Nummer 37.
Und mit den Worten des Piloten selbst: «So schaut sie aus, unsere Realität. Es gibt Rennen, da kann unsere natürliche Position um den fünften Platz liegen, dann gibt es aber auch Stationen – und dazu zählt auch der Sachsenring –, da wird es ein Platz zwischen 7 und 10. All das ist keine Überraschung. Wir wissen, dass Ducati- und Aprilia-Piloten schnell sind. Ich habe im Rennen bald Probleme mit dem Vorderreifen bekommen, dann ging die Pace runter. Um ehrlich zu sein, hatte ich nicht erwartet, dass es so deutlich sein wird.»
Das Ergebnis war wenig spektakulär. Pedro Acosta erreichte das Ziel knapp neun Sekunden hinter dem Sieger, seinem baldigen Teamkollegen Marc Marquez. Acosta, Tabellenführer nach Runde 1 in Thailand, ist mittlerweile auf Rang 7 der Tabelle abgerutscht. Von hinten drückt zudem Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia, der als Siebter des Sprints weiter verkürzte.
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