Yari Montella (3.): «Habe nicht mit den Lowes-Brüdern gerechnet!»
Superbike-Ass Yari Montella holte in Rennen 1 in Donington sein neuntes Saisonpodest. Nach dem Start wurde er von den Lowes-Brüdern überrumpelt. Weshalb er sich über Platz 3 nicht richtig freuen kann.
Für Yari Montella war auch in Lauf 1 des Superbike-Events in Donington Platz 3 das Maximum. An der Spitze duellierten sich die beiden Ducati-Werksfahrer, wie so oft in dieser Saison, um den Sieg. Doch dieses Mal hieß der Gewinner das erste Mal Iker Lecuona. Montella überquerte die Ziellinie auf Platz 3, auf Lecuona hatte er 6,711 sec Rückstand.
Montella musste hart arbeiten für den Podestplatz. Nach dem Start wurde er nach wenigen Kurven von den beiden Lowes-Brüder überholt. Der Italiener musste sich danach mühsam wieder nach vorne kämpfen. Erst am Ende des ersten Renndrittels ging Montella an Ducati-Pilot Sam Lowes vorbei. Danach gab der 26-Jährige Platz 3 nicht mehr ab.
«Es war ein langes Rennen», seufzte der Barni-Ducati-Pilot in der anschließenden Medienrunde. «Ich habe nicht mit den Lowes-Brüdern gerechnet. Sie hatten einen fantastischen Start. Zuerst überholte mich Sam, dann Alex, und ich habe einige Positionen verloren. Dann habe ich damit begonnen, mein Rennen aufzubauen. In der Mitte des Rennens, als ich eine freie Strecke hatte, war ich schneller. Heute hätten wir die Chance gehabt, etwas näher an den Top-2 dran zu sein.»
In der Gesamtwertung konnte Montella seinen dritten Platz festigen. Hat er mittlerweile realisiert, dass er der drittschnellste Superbike-Pilot der Welt ist? «Ja, das habe ich. Aber ich lege meinen Fokus darauf, immer noch schneller zu sein», gab er zu verstehen. «Ich habe Ziele, und eines davon ist, ein Rennen zu haben, in dem ich mit den Top-2 kämpfen kann. Es geht mir nicht um den Sieg, aber ich will versuchen, mit ihnen mitzuhalten. Am Ende arbeiten wir daraufhin. In jeder Session und an jedem Rennwochenende möchte ich mich, das Motorrad und meinen Fahrstil verbessern. Klar, ich bin Dritter in der Superbike-Weltmeisterschaft. Aber wir sind Fahrer und wir können es nur genießen, wenn wir gewinnen. Ich bin stolz auf das Podium und wenn mir am Anfang des Jahres jemand gesagt hätte, dass ich in Donington mit neun erzielten Podestplätzen Dritter in der WM bin, hätte ich zu ihm gesagt, dass er sich verpissen soll. Am Ende sind wir aber hier in Donington und ich erziele immer gute Ergebnisse. Ich bin stolz auf die Arbeit, die wir verrichten. Auf der anderen Seite haben aber ich, Barni, mein Crew-Chief, meine Elektronik-Jungs und meine Mechaniker ein Ziel vor Augen, auf das wir hinarbeiten.»
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