Luca Marini erlebte am ersten MotoGP-Rennwochenende des neu formierten Mooney VR46 Racing Teams in Katar eigenen Aussagen zufolge ein Desaster. Ermutigend sei aber der am Sonntag erzielte Fortschritt.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Werbung
Nach dem Upgrade auf die neue Ducati GP22 und dem dritten Platz im Mandalika-Test machte sich bei Luca Marini und Rossis Mooney VR46 Racing Team Zuversicht bereit. Podestplätze seien in dieser Saison realistisch, erklärten Teamdirektor Alessio "Uccio" Salucci und Teammanager Pablo Nieto bei der offiziellen Teamvorstellung.
Werbung
Werbung
Die Saison 2022 ist mit insgesamt 21 Grand Prix zwar noch lang, trotzdem war der Auftakt in Katar ein herber Rückschlag für Marini. Er klagte von Freitag an über mangelndes Gefühl für die Front, flog im FP2 in Kurve 1 heftig ab und verpasste wertvolle "track time" auf seinem ersten Motorrad. Am Samstag landete der Moto2-Vizeweltmeister von 2020 im Qualifying nur auf Startplatz 17 und reihte sich damit sogar hinter seinem Teamkollegen und MotoGP-Rookie Marco Bezzecchi ein. Am Sonntag stürzte "Bez" im Rennen, Marini sammelte als 13. gerade einmal drei WM-Punkte.
"Dieses Wochenende war ein Desaster. Ich glaube, es war das schlechteste in meiner gesamten Karriere", räumte Marini im Anschluss ein. "Am Freitag und am Samstag funktionierte nichts wirklich gut, mein Gefühl auf dem Motorrad war ganz merkwürdig und es fiel mir sehr schwer, es in die Kurven einzulenken. Wenn man bedenkt, wie das Wochenende begonnen hat, konnte ich am Sonntag nicht viel mehr erwarten. Positiv ist, dass wir zumindest für das Rennen das Problem gelöst haben, das wir seit Freitag mitschleppten. Wir nahmen Veränderungen vor und ich fand im Rennen wieder das normale und natürliche Feeling. Ich hatte das Gefühl, dass ich wieder mein Motorrad steuerte – wie zuvor in Indonesien. Das ist das Wichtigste."
Werbung
Werbung
Der 24-jährige Italiener weiß allerdings auch: "Mit Sicherheit sind wir noch im Rückstand, vor allem wenn es um die Elektronik geht, da fehlt mir noch etwas. Aber wie gesagt: Das Wichtige war nach dem Auftakt ins Wochenende einfach, das Rennen zu Ende zu fahren, Informationen zu sammeln, die Mappings auszuprobieren und versuchen zu verstehen, damit wir in Indonesien bereit sind, um ein normales Wochenende von Freitag bis Sonntag zu zeigen – ohne die merkwürdigen Dinge, die an diesem Wochenende passierten."
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
"Wir mussten uns mit neuen Problemen auseinandersetzen, die in Malaysia und Indonesien nicht aufgetreten waren", verriet der VR46-Ducati-Pilot. "Es waren sehr merkwürdige Dinge, die jetzt aber offenbar in Ordnung sind. Ich, meine Mannschaft und Ducati verstanden nach dem ersten Rennen etwas mehr, wir müssen in diese Richtung weitermachen und vor allem die Elektronik richtig abstimmen, um die Performance zu verbessern. Dort müssen wir einen großen Schritt machen, sicherlich mit meinem Team, aber vielleicht auch gemeinsam mit Ducati, mit dem neuen Motor."
"Es ist klar, wir müssen noch arbeiten", bekräftigte Marini. "Es ist ein neues Motorrad und ich weiß, dass auch Ducati sich voll einsetzt, um gleich wieder auf das Niveau zu finden, wo sie im Vorjahr schon waren, und das beste Motorrad im Grid zu haben. Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können. Wir müssen einfach arbeiten und ruhig bleiben, die WM-Saison ist noch lang. Wir werden da vorne ankommen. Die anderen Fahrer sind sehr schnell, ich bin aber auch viel stärker als im Vorjahr. Ich brauche einfach ein normales Wochenende, von Freitag bis Sonntag, wie es die anderen auch absolvieren", gab sich der Bruder von Valentino Rossi kämpferisch. MotoGP-Ergebnis, Doha, 6. März:
Werbung
Werbung
1. Enea Bastianini, Ducati, 22 Runden in 42:13,198 min 2. Brad Binder, KTM, + 0,346 sec 3. Pol Espargaró, Honda, + 1,351 4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,242 5. Marc Márquez, Honda, + 4,099 6. Joan Mir, Suzuki, + 4,843 7. Alex Rins, Suzuki, + 8,810 8. Johann Zarco, Ducati, + 10,536 9. Fabio Quartararo, Yamaha, + 10,543 10. Takaaki Nakagami, Honda, + 14,967 11. Franco Morbidelli, Yamaha, + 16,712 12. Maverick Viñales, Aprilia, + 23,216 13. Luca Marini, Ducati, + 27,283 14. Andrea Dovizioso, Yamaha, + 27,374 15. Remy Gardner, KTM, + 41,107 16. Darryn Binder, Yamaha, + 41,119 17. Fabio Di Giannantonio, Ducati, + 41,349 18. Raúl Fernández, KTM, + 42,357 – Jorge Martin, Ducati, 11 Runden zurück – Francesco Bagnaia, Ducati, 11 Runden zurück – Miguel Oliveira, KTM, 12 Runden zurück – Alex Márquez, Honda, 13 Runden zurück – Marco Bezzecchi, Ducati, 16 Runden zurück – Jack Miller, Ducati, 16 Runden zurück WM-Stand nach 1 von 21 Grand Prix: 1. Bastianini 25 Punkte. 2. Brad Binder 20. 3. Pol Espargaró 16. 4. Aleix Espargaró 13. 5. Marc Márquez 11. 6. Mir 10. 7. Rins 9. 8. Zarco 8. 9. Quartararo 7. 10. Nakagami 6. 11. Morbidelli 5. 12. Viñales 4. 13. Marini 3. 14. Dovizioso 2. 15. Gardner 1. Konstrukteurs-WM:
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.