Marc Márquez (4.): «Fühle mich endlich wieder wohl»
Repsol-Honda-Pilot Marc Márquez belegte beim MotoGP-Test in Katar den vierten Platz der kombinierten Zeitenliste – hinter Viñales, aber vor Rossi. Der Spanier ist erleichtert.
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Mit 0,592 sec Rückstand auf die Bestzeit von Weltmeister Jorge Lorenzo beendete Marc Márquez den letzten Schlagabtausch der MotoGP-Piloten vor dem Saisonstart am 20. März in Katar auf dem vierten Platz.
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"Ich bin sehr glücklich, denn wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Ich stürzte, aber ich weiß auch warum. Wir haben uns deutlich verbessert, daher will ich meinem Team danken, das sehr intensiv gearbeitet hat. Sie arbeiteten bis 3 Uhr nachts und waren um 10 Uhr morgens wieder in der Box. Wir haben Fortschritte erzielt, obwohl wir auf dieser Strecke immer Probleme haben." Márquez klemmte sich in einer Session an das Hinterrad von Jorge Lorenzo. "Ja, wir hatten gerade etwas ausprobiert und mein Selbstvertrauen wuchs. Ich hatte Glück, dass ich hinter Jorge lag. Man muss auch schlau sein und es nutzen, wenn man jemandem wie Jorge folgen kann. Doch positiv war, dass ich auch danach allein schnell war. Ich fuhr hohe 1:55-Zeiten, obwohl die Luftfeuchtigkeit zunahm. Nach diesem Tag bin ich zuversichtlicher für das Rennen, aber wir haben noch Arbeit vor uns. Am Donnerstag verließ ich die Rennstrecke erst um 3 Uhr morgens, weil ich mir um alles Sorgen machte. Nun bin ich etwas entspannter."
In welchen Bereichen war Jorge besser? "Als ich diese Möglichkeit sah, konnte ich sie nicht verstreichen lassen. Ich hatte die Probleme, die wir schon kennen bei der Beschleunigung. Das Bike war bei diesem Run hinter Jorge aber noch komplett anders als später, als ich mich viel besser fühlte. Ich konnte ihm folgen, aber hinter einem Fahrer ist es immer einfacher. Ich war noch nicht ganz mit dem Setting zufrieden."
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"Wir stehen noch nicht auf Platz 1, deshalb geben wir nicht auf und pushen noch mehr. Unser Problem war, dass wir in Sepang mit Schwierigkeiten bei der Elektronik in die Vorsaison starteten. Drei Tage lang konzentrierten wir uns nur auf die Elektronik. Phillip Island ist eine ganz spezielle Strecke. Hier in Katar funktionierte die Elektronik endlich gut, wir konnten uns auf die Abstimmung des Bikes konzentrieren. Wenn wir mit den Michelin-Reifen unterwegs waren, haben wir bisher nie viel am Set-up gegenüber jenem für die Bridgestone-Reifen verändert. Doch hier wagten wir diese Veränderung, das war der Schlüssel", verriet Márquez.
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Fährst du nun wieder deine eigenen Linien? "Nein, nicht wie mit den Bridgestone-Reifen. Ich versuchte erst, den Fahrstil anzupassen. Dann fuhr ich wieder wie mit den Bridgestone-Reifen und stürzte. Man muss den Fahrstil umstellen. Doch ich slide nun auch am Kurveneingang, das macht es besser."
"Seltsam ist, dass ich den 34er-Reifen fahre, aber ich bin damit allein. Alle anderen fahren mit dem 36er-Reifen, der für mich nicht funktioniert. Wir müssen herausfinden, wieso das so ist." Kannst du mit der Repsol-Honda nun hier um den Sieg kämpfen oder um einen Podestplatz? "Die Bedingungen sind meist nicht mehr wie beim Test, wenn die Moto3- und Moto2-Klasse hier gefahren sind. Das Set-up muss dann immer angepasst werden. Meine Sorge ist, dass wir in Argentinien oder Austin dann dieselbe Zeit brauchen, um ein Set-up wie hier zu finden. Wenn wir so viel Zeit brauchen, dann haben wir ein Problem, denn so viel Zeit haben wir dort nicht. Wenn wir aber eine Basis finden, dann haben wir eine Chance."
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