Ab 2027: Wildcards in der MotoGP verboten
Ab 2027 wird es in der MotoGP keine Wildcards mehr geben – unabhängig vom Concessions-Rang eines Herstellers. In den Klassen Moto2 und Moto3 bleiben Wildcards weiterhin zulässig.
Wildcards dienen den Herstellern in der MotoGP-WM in erster Linie, um mit den Testfahrern an Rennwochenenden Innovationen unter Wettbewerbsbedingungen zu erproben. Am 30. April gab die FIM bekannt, dass es ab 2027 in der Königsklasse keine Wildcards mehr geben wird. Dies gilt für alle Hersteller, unabhängig von ihrem Concessions-Rang.
Die Entscheidung wurde laut einem Statement der FIM von der «Grand-Prix-Kommission, bestehend aus den Herren Paul Duparc (FIM), Mike Webb (IRTA), Biense Bierma (MSMA) und Carmelo Ezpeleta (MotoGP Sports Entertainment Group) in Anwesenheit von Jorge Viegas (FIM-Präsident), Carlos Ezpeleta (MotoGP Sports Entertainment Group) und Corrado Cecchinelli (Technischer Direktor), Paul King (FIM CCR-Direktor) und Dominique Hebrard (FIM CTI-Technischer Direktor) in Sitzungen im März und April 2026» getroffen.
Eine Erklärung, weshalb Wildcards in der MotoGP ab 2027 abgeschafft werden, lieferte die FIM nicht. In den Klassen Moto2 und Moto3 bleiben Wildcards weiterhin zulässig.
Wildcards in der MotoGP-Saison 2026: Keine Motorräder der Spezifikation 2027
2026 ist somit das letzte Jahr, in der die MotoGP-Hersteller Wildcards einsetzen dürfen. Es dürfen in diesem Jahr jedoch keine 850-ccm-Bikes der Spezifikation 2027 eingesetzt werden – unabhängig vom Concessions-Rang des Herstellers.
Ducati befindet sich derzeit als einziger Hersteller im Concessions-Rang A und darf deshalb ohnehin keine Wildcards einsetzen. Aprilia, Honda, KTM und Yamaha hingegen schon.
Reifendruckregel bleibt
Eine Regel, welche wohl alle Teams, Fahrer und auch die Fans gerne aus der MotoGP verbannen würden, wird es auch 2027 geben: Das derzeit in der MotoGP-Klasse verwendete System zur Reifendrucküberwachung.
Ab 2027 treten die neuen MotoGP-Regeln in Kraft. Die wesentlichsten Änderungen sind der Wegfall jeglicher Systeme zur Fahrwerkshöhenverstellung (Devices), die Reduzierung des Hubraums auf 850 ccm und eine reduzierte Aerodynamik. Dazu kommt bei den Reifen der Wechsel von Michelin zu Pirelli.
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