Di Giannantonio zu Valentino Rossi: «Es ist verrückt, welches Auge er hat!»
Fabio Di Giannantonio (VR46) beendete das MotoGP-Zeittraining in Barcelona auf Platz 6. Vom Streckenrand aus beobachtete ihn sein Chef Valentino Rossi. Wie «Diggia» von «Vales» Anwesenheit profitiert.
Fabio Di Giannantonio ist in der MotoGP-Saison 2026 in allen Trainingssessions und Rennen ein Stammkandidat für die vorderen Plätze. Am Donnerstag vor dem Catalunya-GP war der Italiener zuversichtlich, dass ihm auch in Barcelona ein gutes Wochenende gelingen kann.
Am Freitag hatte «Diggia» vor den Augen von VR46-Boss Valentino Rossi einen guten Start ins Rennwochenende. Im FP1 am Vormittag belegte er Position 3, am Nachmittag im Zeittraining reichte es für Rang 6 und den direkten Einzug ins Q2 am Samstag. War es ein guter Tag? «Ja, ich bin sehr happy. Vor allem mein Run mit dem Medium-Hinterreifen am Nachmittag war sehr schnell. Es läuft gut bislang, das Feeling mit dem Motorrad ist gut», freute sich der 27-Jährige. «Wir haben ein paar Anpassungen hinsichtlich des geringen Grip-Levels, das wir hier haben, gemacht. Zudem haben wir sehr viel mit der neuen Aerodynamik gearbeitet, um zu verstehen, ob wir sie auch zukünftig nutzen können. Wir waren schnell.»
Di Giannantonio weiter: «Wir haben viel daran gearbeitet, um unsere Performance am Kurveneingang zu steigern – dort haben wir noch eine Schwäche. Mit dem neuen Aero-Paket passen wir das Bike an und wollen uns in diesem Bereich verbessern. Heute ist mir das am Ende des Zeittrainings gelungen, was ein gutes Zeichen ist. Wie immer, müssen wir das aber bei anderen Bedingungen zuerst noch bestätigen. Vor allem hier, wo wir nicht viel Grip haben.»
Di Giannantonio über Rossi: «Er sieht Dinge, die man normalerweise nur in den Daten erkennen kann»
Valentino Rossi sieht Di Giannantonio und den Fahrern von der VR46-Akademie an diesem Wochenende vom Streckenrand zu. Ist es cool, dass sich der Römer mit seinem Boss austauschen kann? «Es ist fantastisch. Zu ihm selbst muss ich glaube ich nicht viel sagen – jeder weiß, wer er ist», schmunzelte Di Giannantonio. «Aber das Auge, das er hat, ist verrückt. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, denn er sieht Dinge, die man normalerweise nur in den Daten erkennen kann. Er sieht auch viel bei den anderen Fahrern. Es ist sehr hilfreich und eine großartige Möglichkeit, um zu lernen und mich zu verbessern, wenn Vale hier ist. Ich frage ihn auch ständig, wenn er denn wieder vorbeikommt bei den Rennen. Nicht nur die Energie, die er mitbringt, ist fantastisch – mit Vale in der Box kann man sich stark verbessern.» Auch die Aerodynamik, die heutzutage auf den MotoGP-Raketen verbaut ist und die Rossi nie selbst ausprobiert hat, würde da kein Hindernis darstellen, um von ihm zu lernen.
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