Yamaha-Pilot Jack Miller schaffte es ins Q2: «Der beste Freitag bisher»
Pramac-Yamaha-Fahrer Jack Miller steigerte sich im Finish des MotoGP-Zeittrainings von Barcelona auf Platz 9 und sorgte somit für ein wichtiges Lebenszeichen mitten in den Gesprächen um seine Zukunft.
Jack Miller war am Freitag in Barcelona der schnellste Yamaha-M1-Fahrer – unmittelbar vor Yamaha-Aushängeschild Fabio Quartararo. Der Australier sicherte sich zur Freude der Pramac-Crew in der bisher engsten Freitagssession aller Zeiten Rang 9. Miller fuhr die Zeit nicht alleine, sondern klemmte sich in den letzten Minuten mit Sicherheitsabstand an Le Mans-Polesetter Pecco Bagnaia, der die Top-10 am Ende knapp verpassen sollte.
Miller war um sechs Zehntel flotter als Teamkollege und MotoGP-Rookie Toprak Razgatlioglu, der allerdings der Spitze auch näher war als je zuvor. «Es war ein guter Freitag, klarerweise der beste des Jahres bisher. Es gibt mehrere Gründe dafür. Wir haben in Le Mans schon eine Änderung für den Sonntag gemacht, konnte es dort aber mit dem weichen Reifen nicht testen. Wir haben das Setup so gelassen, mit einigen kleinen Änderungen. Wir haben auch hier jetzt gut gearbeitet an der Elektronik und speziell der Motorbremse und der Gasgriffkontrolle», berichtete Miller.
Mehr Verständnis für das neue Chassis
Miller verriet zudem: «Das Motorrad ist gut, wir haben uns hier schon am Vormittag bei jeder Ausfahr gesteigert, ich fühlte mich immer besser. Es ist jetzt das zweite Wochenende mit dem neuen Chassis. Es gibt mir ein besseres Gefühl, speziell wenn es schwierig ist, Temperatur in die Reifen zu bekommen. Die Rennabteilung weiß jetzt auch, was wir brauchen. Ich konnte auch in der Zeitenattacke richtig Druck machen – konnte in den nächsten Gang gehen, was bisher nicht möglich war.»
Jack Miller fügte an: «Ich hatte dann auch Bezzecchi und Martin je einmal vor mir, sie fahren schon grundlegend anders – aber die Rundenzeit war dann doch ziemlich ähnlich. Es fehlt uns im Bereich Topspeed, das war klar, das war kein Geheimnis. Ich habe versucht, die Linie etwas enger zu wählen im ersten und zweiten Sektor. Auch im letzten Abschnitt habe ich mich gut gefühlt, von Beginn an. Normalerweise ist das meine Problemzone des gesamten Kalenders, ich hasse diesen Abschnitt. Das gute Gefühl am Vorderreifen hilft hier. Man kann beide Räder sauber auf der Linie halten – und hatTraktion.»
Miller zu Martin-Crash «Jorge hatte Glück!»
Zum FP1-Abflug von Jorge Martin Ausgangs Kurve 12 mit hartem Einschlag sagt Miller: «Die Begrenzung ist dort schon recht nahe. Sie ist aber an der gleichen Stelle wie immer. Es war kritisch in der Früh. Jorge hatte aber Glück, dass er neben dem Bike lag und nicht auf dem Motorrad. Wir werden das im Sicherheitsmeeting diskutieren.»
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