MotoGP in Austin im Aufwind: US-Wochenende wächst spürbar
Mehr Fans, mehr Stimmung, mehr Möglichkeiten: Das MotoGP-Wochenende in Austin entwickelt sich weiter – auch wenn offizielle Zuschauerzahlen weiterhin fehlen.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Seit 2013 gastiert die MotoGP auf dem im Oktober 2012 eröffneten Circuit of the Americas. Das texanische Event löste damit das Rennwochenende in Indianapolis ab. Damals standen mit Laguna Seca sogar zwei US-Läufe im Kalender, doch 2014 verschwand die Kultstrecke in Kalifornien aus dem Programm. Seither ist Austin die einzige Station der Königsklasse in den Vereinigten Staaten. Mehr als ein Jahrzehnt später zeigt sich: Das Rennwochenende befindet sich spürbar im Aufwind – auch wenn weiterhin keine offiziellen Zuschauerzahlen veröffentlicht werden.
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Gefühlt waren 2026 deutlich mehr Fans vor Ort als in den vergangenen Jahren. Eine belastbare Einordnung bleibt jedoch schwierig, denn als einzige Veranstaltung im MotoGP-Kalender werden in Austin keine offiziellen Zuschauerzahlen veröffentlicht. Dennoch berichten zahlreiche Beteiligte vor Ort von wachsendem Interesse, stärkerer Präsenz entlang der Strecke und deutlich belebteren Bereichen im Fahrerlager. Jack Miller schwärmt vom US-Rennwochenende Auch Pramac-Pilot Jack Miller bestätigt diesen Eindruck: «Oh ja, absolut – ich habe das Wachstum hier in den USA in den letzten Jahren gesehen. Jedes Jahr wird dieser Ort voller und voller, es ist unglaublich. Man sieht, wie sich die Menschenmenge langsam in Richtung Kurve 1 bewegt, entlang des Graswalls und rund um die gesamte Strecke. Die Tribünen von Kurve 15 an ziehen sich praktisch um alles herum, das ist wirklich beeindruckend.»
Die Begeisterung für die Fahrer ist spürbar gewachsen. Besonders bei den Feierlichkeiten im Paddock drängten sich die Fans, um ihren Idolen nahe zu kommen. Gleichzeitig zeigt sich: Trotz des Aufwärtstrends ist man noch weit entfernt von den Dimensionen der Formel 1, die in Austin regelmäßig rund 400.000 Zuschauer anlockt.
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Ein Grund für die positive Entwicklung könnte auch die zunehmende Vielfalt im Rahmenprogramm sein. Die weitläufige Anlage in Austin bietet enormes Potenzial für Neben-Events – von Konzerten über Veranstaltungen für die MotoGP-Fans bis hin zu neuen Rennformaten. Auffällig war 2026 auch die gestiegene Präsenz von Harley-Davidson-Fans, was als möglicher Effekt des neuen Harley-Davidson Bagger Weltcups gewertet wird.
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Viel Potenzial für Wachstum Die Verantwortlichen des COTA verfolgen klar das Ziel, ein umfassendes Event-Erlebnis zu schaffen – ein Ansatz, der auch den Vorstellungen von Rechteinhaber Liberty Media entspricht. Hinter den Kulissen liefen zahlreiche Gespräche, unter anderem über das angestrebte Concorde-Agreement zwischen Herstellern und Liberty.
Für Miller steht unabhängig davon fest, dass Austin längst zu den Highlights im Kalender gehört, auch wenn es für den Australier aus sportlicher Sicht nur wenig Grund zur Freude gab: «Ich liebe die Rennwochenenden hier wirklich. Und auch die Entwicklung der Strecke selbst: Sie sind extrem proaktiv, der Circuit of the Americas als Rennstrecke, was die Modernisierung der Anlagen angeht – sie verändern Asphaltabschnitte und so weiter. Ich kann mich also wirklich überhaupt nicht beschweren. Und man sieht ja auch, wie rund um die Anlage immer mehr Infrastruktur entsteht – das ist einfach erstklassig.» Austin entwickelt sich – Schritt für Schritt. Und auch wenn die offiziellen Zahlen fehlen, spricht die Stimmung vor Ort eine deutliche Sprache.
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