Nach Absage von Maverick Vinales an KTM antwortet Rennsportchef Pit Beirer
Zum Start des Sachsenring-GP hatte Tech3-Pilot Maverick überraschend eine weitere MotoGP-Zukunft mit KTM ausgeschlossen. Sportchef Pit Beirer stellt die Situation aus Sicht der Österreicher klar.
Die Worte von Tech3-Pilot waren unmissverständlich: Nach seinem Eintreffen am Sachsenring verblüffte MotoGP-Routinier Maverick Vinales in seinem
Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärte KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer: «Zunächst – es ist absolut nachvollziehbar, dass Maverick enttäuscht darüber ist, dass er 2027 keinen Platz im offiziellen Team haben wird. Er hat unser vollstes Verständnis dafür, denn wir hatten ja durchaus den Plan ihn zu Red Bull KTM Factory Racing zu transferieren. Aber zugleich verhinderte Mavericks Verletzung, dass wir den Plan so umsetzen konnten.»
Pit Beirer weiter: «Wir reden von genau einem Jahr, so lange es ist her, und wir haben Maverick alle Zeit gegeben, die es braucht, um ihn mit 100 Prozent zurück auf dem Bike zu haben. Diesen Punkt haben wir bis heute nicht erreicht. Und dennoch hat KTM bis heute an dem Plan festgehalten, ihn als erfahrenen Top-Piloten bei Tech3 einzusetzen. Die Wahrheit ist: Der einzige Grund, warum wir in Abstimmung mit Tech3 zum heutigen Zeitpunkt noch keine Fahrer für 2027 bestätigt haben, ist der, dass wir einen Platz für Maverick freigehalten haben. Bis heute.»
Damit ist klar: Wie so oft liegt der Teufel im Detail. Offensichtlich ist, dass Vinales fix von einem Aufstieg ins offizielle Werksteam ausgegangen ist – und mit dem Nichtzustandekommen des Wunschzenarios ist das Vertrauen in die Entscheidungsträger und damit die Basis für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Werk aus Österreich verloren gegangen.
Aus Sicht von KTM und Tech3 ist das lange Abwarten nachvollziehbar. Denn der Markt an Piloten, die aktuell als Siegfahrer der Klasse angesehen werden, ist längst leergefegt. Die Hoffnung, dass Vinales über die zurückkehrende Routine mit vielen Kilometern vor der Sommerpause doch noch mit Topergebnissen zurückkommt, hielt zumindest die Türe im Kundenteam offen. Geschlossen wurde die Türe nun statt wie üblich von innen, von außen – durch den enttäuschten Maverick Vinales.
Am Ende des FP1 war Vinales trotz eines Abflugs in der schnellen Ralf-Waldmann-Kurve auf Platz 11 Schnellster der vier RC16-Piloten.
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