Juan Pablo Montoya erklärt: So hätte ein Brite den Silverstone-GP gewonnen
Juan Pablo Montoya ist sich sicher: Der Grand Prix auf dem Silverstone Circuit hätte auch von einem Briten gewonnen werden können. Dazu hätte die Rennleitung aber anders agieren müssen, betont er.
Das Rennen auf dem altehrwürdigen Silverstone Circuit entschied keiner der Lokalmatadoren im F1-Feld für sich. Stattdessen triumphierte der Monegasse Charles Leclerc im Ferrari, und dabei spielte ihm das Reglement in die Hände. Denn er kreuzte die Ziellinie hinter dem Safety-Car von Bernd Mayländer, das zum Einsatz kam, weil Max Verstappen sein Rennen durch einen unverschuldeten Abflug vorzeitig beendete.
Und weil die Regeln vorsehen, dass nach dem Zurückrunden noch eine Runde absolviert werden muss, blieb keine Zeit mehr, um das Rennen noch einmal freizugeben. Dadurch hatten die Gegner des Ferrari-Stars keine Chance mehr, einen letzten Angriff zu wagen. Dazu gehörte etwa sein erster Verfolger George Russell. Dieser hätte das Rennen gewinnen können, wenn die Rennleitung statt des Safety-Car-Einsatzes den GP unterbrochen hätte, betont der frühere GP-Pilot und heutige Formel-1-TV-Experte Juan Pablo Montoya.
Der Kolumbianer sagt im Gespräch mit «NewBettingSites»: «Man kann das ganze Rennen nicht anhand der Safety-Car-Phase am Ende beurteilen. In meiner Karriere gab es in der IndyCar-Serie oder auch in der NASCAR-Serie oft den Fall, dass ein Rennen unter Gelb endete. Das war in gewisser Hinsicht normal.»
«Rückblickend hätte die Rennleitung einfach die rote Flagge zeigen müssen. Denn dann wäre es wirklich interessant geworden, weil alle wieder auf frischen Reifen unterwegs gewesen wären, es hätte ein Shootout über eine oder zwei Runden gegeben nach einem stehenden Start. Und das wäre wunderbar gewesen, man stelle sich vor, wie cool die Schlussphase ausgefallen wäre», fährt Montoya fort.
«Es hätte mich auch nicht überrascht, wenn George Russell in diesem Fall den Sieg geholt hätte, denn auch er hätte dann auf neuen Walzen angreifen können. Und vielleicht auch Lewis Hamilton. Aber das Problem ist, dass sie sich an die Regeln halten mussten. Der Renndirektor war vielleicht zwei Sekunden zu spät, um diese Entscheidung zu treffen. Ich glaube, er wartete ab, bis die hintere Hälfte des Feldes durch war, und bis dann war der Leader schon über die Linie gekommen», fügt der 50-Jährige an.
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