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Durch den MotoGP-Aufstieg mehrerer Moto2-Asse kommt nun Bewegung in das Feld der mittleren WM-Klasse. Ein Kandidat ist Alvaro Carpe. Kann KTM den WM-Zweiten halten oder steht ein Wechsel zu Pramac an?
Die MotoGP-WM geht nach dem Grand Prix auf dem Sachsenring bis zum Event in Silverstone in eine gut dreiwöchige Sommerpause. Bis auf das Team Tech3-KTM sind für die MotoGP-Saison 2027 die Plätze in der Königsklasse so gut wie vergeben. Auch durch den MotoGP-Aufstieg von Moto2-Assen wie Daniel Holgado, Izan Guevara, David Alonso sowie potenziell noch von Piloten aus dem Team Liqui Moly Dynavolt IntactGP ergeben sich für 2027 Lücken in der Moto2-Klasse.
Deshalb zeichnen sich jetzt erste Verschiebungen in der mittleren Klasse ab. Moto3-Sieger Alvaro Carpe (Red Bull KTM Ajo) – aktuell WM-Zweiter der Tabelle – ist einer der Protagonisten. Der 19-jährige Spanier aus Murcia, seine Familie und sein Management drängen bereits für 2027 in der Moto2-Weltmeisterschaft. Dem entschlossenen Wunsch sollen schon bald Taten folgen.
So soll der Rookies-Cup-Sieger von 2024 Carpe bereits eine spruchreife Option in der Yamaha-Struktur von Pramac haben, wo Landsmann Izan Guevara beste Karten für einen internen MotoGP-Aufstieg hat. Es entsteht damit auch Handlungsbedarf bei KTM. Die Frage lautet: Wollen die Mattighofener Alvaro Carpe weiter in ihrem Nachwuchs-Pool halten oder lassen sie ihn ziehen?
Klar ist: Wenn KTM Alvaro Carpe fördern und in die Moto2 transferieren möchte, dann muss für ihn ein Platz in der Truppe von Aki Ajo geschaffen werden. Der Leidtragende dieser Konstellation könnte Colin Veijer sein. Der 21-jährige Niederländer fährt bereits sein zweites Jahr in der Moto2-Struktur von Niklas Ajo, ist aktuell aufgrund einer Schulterverletzung nicht bei 100 Prozent und belegt in der Tabelle Platz 10. Für den Sachsenring sind weitere Gespräche avisiert.
Denkbar wäre aber, dass Teamkollege Rueda Platz machen muss, doch vieles spricht dafür, dass man den Moto3-Weltmeister halten und ihm ein weiteres Jahr in der Moto3 zugestehen wird. Fallen wir keine zeitnahen Entscheidungen, wäre ein Abgang von Alvaro Carpe keine Überraschung mehr. Am Sachsenring gab Alvaro Carpe erneut seine Visitenkarte ab: Platz 1 im ersten freien Training.
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