Bagger World Cup: Ist MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta zufrieden?
Der Harley-Davidson Bagger World Cup 2026 befindet sich in der Halbzeit. Nach drei von sechs Rennwochenenden zieht MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta im Gespräch mit SPEEDWEEK.com eine erste Bilanz.
2026 kam im Rahmen der MotoGP-WM mit dem Harley-Davidson Bagger World Cup eine neue Rennserie dazu. Diese hat die MotoE ersetzt, die bis letztes Jahr Teil der Motorrad-Weltmeisterschaft war.
Der Bagger World Cup wird in diesem Jahr an sechs Events mit jeweils zwei Rennen ausgetragen. Startpunkt war Ende März in Austin, danach fuhren die Renn-Harleys in Mugello und Assen. Die nächsten Stationen werden im August Silverstone und Aragon sein. Mitte September wird dann auf dem Red Bull Ring in Österreich der Gesamtsieger gekürt.
Die ersten drei Rennwochenenden sind Geschichte und die neue Serie befindet sich somit in der Saisonhalbzeit. SPEEDWEEK.com sprach mit dem sportlichen Direktor der MotoGP, Carlos Ezpeleta, über sein Resümee nach drei Events. Wie beurteilt er bislang die Rennen und die Zusammenarbeit mit Harley-Davidson? «Sie machen einen guten Job auf der Rennstrecke. Zudem haben wir mehr Tickets für die Grands Prix an die Harley-Davidson-Community verkauft. Wir sind happy», so die Einschätzung von Ezpeleta. «Es ist jetzt aber erst der Anfang und wir werden sie Serie gemeinsam weiterentwickeln.»
Im Bagger World Cup stehen ausschließlich Motorräder von Harley-Davidson an der Startlinie, weshalb es ein Marken-Cup ist. Könnte sich Ezpeleta vorstellen, die Rennserie zukünftig für andere Hersteller zu öffnen? Beispiel ist die King-of-the-Baggers-Serie in den USA, in der Harley-Davidson und Indian teilnehmen. «Unsere Partnerschaft hier ist mit Harley-Davidson – für diese Periode», stellte der Spanier klar. Der Vertrag des amerikanischen Herstellers mit der MotoGP wurde für drei Jahre abgeschlossen – für 2026 bis 2028.
Derzeit ist das Fahrerfeld im Bagger World Cup überschaubar. Beim ersten Event in Austin standen neun Fahrer in der Startaufstellung. In Mugello kam der ehemalige MotoGP- und Superbike-Pilot Andrea Iannone dazu. In Assen feierte der ehemalige GP-Pilot und zweifache MotoE-Champion Jordi Torres sein Debüt. Anfang August in Silverstone wird der Brite Bradley Smith mit einer Wildcard antreten. Wie beurteilt Ezpeleta das Wachstum der Serie für die Saison 2027? «Wie ich schon sagte, es ist keine Serie, die aus 20 Fahrern besteht. Aber es könnte sein, dass wir nächstes Jahr mehr Fahrer haben werden.»
Es wäre dem Harley-Davidson Bagger World Cup zu wünschen, dass die Serie weiterwächst. Die Rennen sind spannend und umkämpft. Der Sound der großen V2-Bikes ist sowieso spektakulär.
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