Pol Espargaró (KTM): «Wir kämpfen bald gegen Tech3»
Red Bull KTM-Werkspilot Pol Espargaró ist von den Qualitäten des neuen Big-Bang-Motors überzeugt. «Ich hätte keine bessere Frma auswählen können als KTM», strahlt der schnelle Spanier.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Pol Espargaró fuhr beim Jerez-GP vor zwei Wochen mit dem neuen Big-Bang-Motor von KTM in zwei von vier freien Trainings in die Top-Ten. Im Rennen stürzte er bei der Jagd auf einen Top-Ten-Platz. Jetzt ist er gespannt auf den GP de France auf dem Circuit Bugatti.
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Pol, du hast hier in Le Mans vor zwei Wochen einen Tag getestet. Wie wird die KTM RC16 zu diesem Circuit Bugatti passen? Wir haben mit der KTM immer noch etwas Nachteile beim Einlenken. Hier in Le Mans gibt es viele langgezogene Kurven, in denen du geduldig warten musst, bis du den Gasgriff aufdrehen kannst. Das ist nicht ideal für uns.
Anderseits haben wir den neuen Motor, der besser funktioniert als die alte Version.
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Le Mans wird nicht die beste Strecke für uns sein. Aber sie wird auch nicht so schlimm für uns sein wie zum Beispiel Texas. Wir werden näher dran sein als in Austin, wenn auch vielleicht nicht so knapp wie in Jerez.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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In Jerez gab es ein paar ähnliche Kurven wie hier... Wir werden sehen. Vielleicht werden wir ähnlich konkurrenzfähig sein wie in Jerez.
Was war das größte Problem in Texas? Hm, Power-Management, würde ich sagen. Lange Geraden und langgezogene Kurven, wo du viel Leistung aus dem Motor herauskitzeln musst. Aber wir hatten dort dieses Gefühl für den Gasgriff noch nicht. Seit Jerez ist die Gasannahme deutlich besser.
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Wenn wir jetzt nach Texas zurückgehen würden, würden wir dort besser abschneiden. Aber dieser Grand Prix liegt schon hinter uns. Darfst du inzwischen das Wort "Big Bang" in den Mund nehmen? Oder musst du laut KTM-Sprachregelung immer noch sagen: "Die neue Motor-Konfiguration"? Ich muss sagen: "New engine configuration." Das kann etwas anderes bedeuten... (Er lacht schallend). Habt ihr neue Komponenten mit in Le Mans?
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Ja, das werdet ihr morgen sehen, wenn ihr das Bike zu Gesicht bekommt. Beim Motor haben wir keine Neuigkeiten im Vergleich zu Jerez. Wir haben keine neuen Triebwerke, wir fahren mit den Versionen vom Spanien-GP. Testfahrer Mika Kallio wird nach diesem Grand Prix etwas Neues ausprobieren, von dem wir uns viel versprechen. Wenn es so funktioniert, wie wir hoffen, werden wir dieses Material bei den nächsten Rennen einsetzen.
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Warst du überrascht, wie gut der Big-Bang nach einem halben Testtag in Jerez funktioniert hat? Honda hat damit den ganzen Winter getestet. Ja, das neue Triebwerk unterscheidet sich deutlich vom alten. Beim Le-Mans-Test haben wir zuerst gesagt, dieser neue Motor ist weder besser noch schlechter. Der neue Motor war einfach anders. Auch Mika erkannte nicht sofort die Verbesserungen, er kannte ja diese Triebwerke nicht, die Bradley und ich im alten Team jahrelang gefahren sind...
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Im Rennen von Jerez bist du nach sechs Runden gestürzt. Weil du unbedingt hinter deinem Bruder Aleix auf der Aprilia bleiben wolltest, der schließlich Neunter wurde? (Er lacht). Ja, ich habe zu viel riskiert. Wir sind noch einen Schritt hinter denen... Ich musste zu viel riskieren, um hinter Aleix bleiben zu können. Er ist mir im Rennen ein bisschen davon gefahren. Es war nicht viel, aber es hat mich dazu verleitet, zu viel Risiko einzugehen. Denn ich wollte dran bleiben. Es war mein Fehler. Es war das erste Mal, dass wir dachten, wir können an ihnen dran bleiben. Deshalb habe ich zu hart gepusht. Das kann passieren. Im Rennen geht es darum, das Limit auszuloten... Wo war Aleix in Jerez schneller als du?
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Ahhh... Ehrlich gesagt, überall ein bisschen. Aber es gab auch Stellen, wo ich ihm näherkam. Zum Beispiel in der Kurve, in der ich gestürzt bin. Dort habe ich es leider übertrieben. Der Wind hat heftig geblasen, ich habe zu viel riskiert, um Aleix zu erwischen. Dann ist mir das Vorderrad weggerutscht. Ich war zu schnell. Im Winter warst du noch nicht sicher, ob du mit KTM eine bessere Wahl getroffen hast als Aleix mit Aprilia. Und jetzt? Ich weiß es nicht. Ich beantworte dir diese Frage irgendwann in der Zukunft. Ich glaube, dass ich keine bessere Firma auswählen hätte können als KTM. Ich bin stolz und happy. Ich hatte die Möglichkeit, 2017 ein viertes Jahr bei Tech3 zu fahren. Auch wenn sie im Moment vor uns sind, ich bin überzeugt: Bei Saisonmitte werden wir gegen sie kämpfen. Spätestens am Saisonende...
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