Premiere: Toprak Razgatlioglu spricht erstmals über die MotoGP-Yamaha!
Endlich: Im Rahmen der FIM-Weltmeister-Gala sprach drei dreifache Superbike-Champion Toprak Razgatlioglu erstmals ausführlich mit SPEEDWEEK.com über sein neues, anderes Leben als Yamaha-MotoGP-Pilot.
Die vertragliche Situation mit BMW hatte Superbike-König Toprak Razagtlioglu zwar die Teilnahme sowohl an einer ersten Erprobung in Jerez als auch am offiziellen MotoGP-Test in Valencia, nicht aber Redefreiheit gestattet. Nachvollziehbar: BMW Motorrad wollte den Ausnahmeathleten nicht vor den
Nach der großen Feier in Berlin ging es für Toprak Razgatlioglu weiter in die Schweiz. Auf der
Dabei gab es für SPEEDWEEK.com-Chefredakteur Ivo Schützbach die Möglichkeit für ein Gespräch, bei dem sich Razgatlioglu erstmals offiziell zu seinem ersten Auftritt im MotoGP-Fahrerlager und den Eindrücken zur Yamaha M1 äußerte.
Und – wie war die erste Fahrt auf dem V4-Prototyp? Toprak Razgatlioglu: «Zunächst war alles komplett anders. Nicht nur das Motorrad, alles, das ganze Fahrerlager. Ich gebe zu, speziell Tag 1 in Valencia war sonderbar mit dem ganzem drumherum. Die vielen Menschen und Kameras haben mich schon etwas nervös gemacht bei der ersten Ausfahrt.»
«Auf dem Motorrad selbst ist auch alles anders als auf dem Superbike, aber der größte Unterschied ist die Sitzposition. Das ist mir sehr wichtig. Wir haben den ersten Tag vor allem dazu genutzt meine Position auf dem Bike zu finden. Das Gefühl für das Vorderrad und die Bremse, da ist noch Luft nach oben. Wir hatten dabei nur ein Motorrad zu Verfügung und am ersten Tag auch keine anderen Teile – es wird aber bald neue Teile geben. Yamaha wird geänderte Lenkerstummel bringen, die etwas höher sind. Dazu kommen die anderen Sachen – die Bremsen, die Reifen, die Beschleunigung – kurzum, alles ist anders», so der erste Report des neuen Yamaha-Werksfahrers des Pramac-Teams.
Schlechtes konnte Razgatlioglu über sein neues Arbeitsgerät nicht berichten: «Das Gefühl war alles andere als negativ, auch wenn ich zunächst gar nicht gepusht habe. Ich bin bislang ausschließlich die neue V4 gefahren, habe also keinen Vergleich. Fakt ist: Auf der Geraden ist das MotoGP-Bike sehr sehr schnell!»
Auch das Umfeld bereitete dem Pramac-Piloten Freude: «Die Stimmung in der Box ist sehr gut. Das Team hat mir viel Wärme entgegengebracht. Und sehr gut ist auch Jack Miller – denn er ist ein ganz normaler Typ, in diesem doch sehr anderen Fahrerlager. Mit ihm zu arbeiten macht schon jetzt Freude, auch das ist für mich ein sehr wichtiger Faktor.»
Nach dem offiziellen Test in Valencia hängte Yamaha einen weiteren, privaten Testtag an. Ohne die große Öffentlichkeit legte Toprak auch bei den Rundenzeiten nach. Einen offiziellen Report gibt es nicht, doch Razgatlioglu bestätigte: «Am ersten Tag war ich nicht sehr schnell, am zweiten schon.»
Respekt zollte der Rookie aus der Türkei auch dem zweiten Neuankömmling, Moto2-Weltmeister Diogo Moreira. Obwohl der Brasilianer bei seinem Debüt auf der Honda RC213V schon nach Tag 1 gut eine halbe Sekunde langsamer als «El Turco» war, gab es Applaus vom Superbike-König: «Moreira war alles andere als langsam – er hat einen sehr guten Job in Valencia gemacht. Ohne Frage, er ist sehr gut. Er profitiert auch von seiner Moto2-Vergangenheit. Die Bikes sind näher an der MotoGP dran – vor allem, was die Sitzposition betrifft.»
Der nächste Test für Razgatlioglu wird außergewöhnlich intensiv, wie der Pilot in Lausanne selbst feststellte: «Drei Tage Shake-down, plus drei weitere Tage offizieller Test, das ist vom Format vielleicht doch ein bisschen zu viel.»
Gemeint ist die XL-Wintersession ab dem 29. Januar auf dem Sepang Circuit. Nach einem weiteren Test in Buriram wird Toprak am 1. März in Buriram sein erstes MotoGP-Rennen in Angriff nehmen.
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