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Yamaha in den Top-5: Weshalb Fabio Quartararo plötzlich so stark ist

Fabio Quartararo überzeugte beim Heimspiel in Le Mans mit Platz 5 im Sprint. Der Franzose hält den Druck auf Yamaha aufrecht und stellte klar, dass er auf Setup-Spielereien keine Lust mehr hat.

MotoGP

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Beim Frankreich-Grand-Prix in Le Mans zeigt Fabio Quartararo sein bislang stärkstes Rennwochenende der laufenden MotoGP-Saison. Bereits am Samstagmorgen setzte der Franzose im FP2 ein Ausrufezeichen mit der Bestzeit. Im Qualifying bestätigte der Yamaha-Werkspilot seine starke Form mit Startplatz 6 – besonders bemerkenswert, weil die anderen Yamaha-Piloten erneut am Ende des Feldes landeten.

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Auch im Sprint zeigte Quartararo eine starke Leistung. Mit einem hervorragenden Start arbeitete sich der Lokalmatador bereits in der ersten Runde auf Platz 4 nach vorne. Zwar musste er KTM-Speerspitze Pedro Acosta später ziehen lassen, dennoch verteidigte sich Quartararo mit allen Mitteln gegen die Konkurrenz und brachte Rang 5 souverän ins Ziel – ein Riesenerfolg für das junge Yamaha-V4-Projekt.

Wie sich das Blatt für Quartararo wendete

«Ich habe in jeder einzelnen Runde alles gegeben. Wir wussten, dass unser Renntempo ziemlich stark ist, weil ich mich heute Morgen schon gut gefühlt habe. Aber im Rennen ist es mit vielen Motorrädern natürlich immer etwas anderes. Ich hatte eine großartige erste Runde, wir haben ein tolles Ergebnis erzielt und ich bin super happy darüber, wie wir den Freitag in diesen Samstag verwandelt haben», bilanzierte Quartararo zufrieden.

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Der Franzose machte keinen Hehl daraus, dass Yamaha am Freitag zunächst in die falsche Richtung gearbeitet hatte. Im Zeittraining verpasste Quartararo die Top-10 und musste sich am Samstag über das Q1 in den finalen Durchgang kämpfen. «Wir sind gestern einen Weg gegangen, der falsch war. Ich denke, wir versuchen manchmal zu sehr, Performance dort zu finden, wo keine ist. Wenn du dein Paket und deine Basis gefunden hast, musst du dich darauf konzentrieren und das Beste daraus machen. Unsere Basis war eigentlich schon da und ich denke, es ist wichtig, genau damit weiterzumachen.»

Die Daten seines Teamkollegen Alex Rins, der am Freitag die direkte Q2-Qualifikation meisterte, spielten dabei kaum eine Rolle. «Gestern habe ich in Kurve 9 einen großen Fehler gemacht und dadurch zwei Zehntel verloren. Aber was ich gelernt habe: Es geht nicht mehr um das Setup. Wir haben alles ausprobiert, sogar doppelt. Jetzt geht es darum, neue Teile zu verwenden, die wirklich zusätzliche Performance bringen. Unsere Basis steht fest und ich werde daran nichts mehr ändern, solange wir kein neues Teil testen, das wirklich besser funktioniert.»

Weiterhin keine Yamaha-Updates: Quartararo übt Druck aus

Damit steigerte Quartararo erneut den Druck auf die Yamaha-Ingenieure, die von außen betrachtet ziemlich träge agieren. Beim Motor der neuen V4-Yamaha wartet Quartararo weiterhin vergeblich auf Updates. Dass er auf den Geraden deutlich konkurrenzfähiger wirkte, wollte er nicht so stehen lassen.

«Schaut euch einfach die Topspeed-Werte aus dem Qualifying an, dann versteht ihr es besser. Aber die Kurvenausgänge aus Turn 8 und Turn 14 waren wirklich stark. Dadurch konnte ich schnell sein. Außerdem hatte ich den Windschatten von Acosta vor mir, das hat geholfen. Im Qualifying heute Morgen waren wir trotzdem zehn km/h langsamer – und das mit demselben Motor wie zum Saisonstart. Wir haben also noch kein Upgrade», kommentierte er den Stillstand bei der Entwicklung.

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Doch beim Handling geht es voran. Besonders wichtig war für den ehemaligen Weltmeister dabei das Gefühl für die Frontpartie der Yamaha. «Es ist noch nicht exakt so, wie ich fahren möchte, weil das Einlenkverhalten unseres Motorrads leider ziemlich schwach ist. Aber das Gute ist: Ich kann am Kurveneingang auf der Bremse extrem hart über das Vorderrad pushen und spüre endlich etwas vom Motorrad. Dieses Gefühl hatte ich in diesem Jahr bislang nie. In Jerez war es da, gestern nicht – also sind wir wieder zur Jerez-Basis zurückgekehrt und sofort hat es funktioniert», so der Ex-Champion.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei offenbar auch die neue Aerodynamik. «Ja, auf jeden Fall. Die anderen Fahrer spüren vielleicht keinen großen Unterschied, aber für mich macht es beim Gefühl für die Front einen deutlichen Unterschied. Es geht nicht um mehr Performance, sondern um das Feedback, das mir das Motorrad mit dieser Aero gibt», präzisierte Quartararo.

Trotz des starken Sprint-Ergebnisses bleibt Quartararo mit Blick auf den Grand Prix am Sonntag vorsichtig. «Um ehrlich zu sein habe ich null Erwartungen. Wir sind momentan nicht in der Situation, Erwartungen zu haben. Vom ersten bis zum letzten Umlauf werde ich einfach maximal pushen. Wenn es so läuft wie heute, ist das gut. Wenn es besser läuft, werden wir sehen. Ich bin zufrieden, solange ich das Gefühl habe, richtig gut zu fahren», bemerkte Quartararo.

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