Jonas Folger (Tech3) nach kurzem Sprint: «Der Grenzbereich ist sehr schmal»
Die Rennrückkehr in die MotoGP war für Jonas Folger im Sprintrennen in Le Mans nur vorn sehr kurzer Dauer, die Ursache unklar. Das Zwischenfazit des GP-Spektakels in Frankreich ist dennoch positiv.
«Kurz!» war Jonas Folgers Fazit dazu, wie er seine Renn-Rückkehr auf die MotoGP-Bühne erlebt habe. Aber: «Auch wenn es kurz war, hat es doch Spaß gemacht.» Der Tech3-KTM-Pilot war in der zweiten Runde des Sprintrennens in Le Mans in Kurve 6 rausgerutscht, nur wenige Meter entfernt von Honda-Pilot Luca Marini. Was zum Aus geführt habe, war für den Bayern jedoch zunächst unklar: «Der Crash kam aus dem Nichts.»
Im Verdacht hatte der Mühldorfer dabei die fehlende Gewöhnung an die härteste Vorderreifen-Mischung von Michelin: «Es ist unglaublich, wie viel Last dieser Reifen verträgt. Wenn du ihn aber nur minimal falsch benutzt, dann gibt er dir gar keine Haftung mehr. Man bewegt sich mit diesen Gummis auf einem sehr schmalen Grat und diese Funktionsweise ist schwer zu verinnerlichen.» Dabei kamen im Sprintrennen in Frankreich sieben Piloten zu Sturz, sechs davon nach einem ähnlichen Muster: «Es sind einige Fahrer gecrasht. Das zeigt, wie eng der Grenzbereich ist.»
Das frühe Aus machte dem 32-Jährigen einen Strich durch die Rechnung. Dabei hatte sich der Vinales-Ersatzu einen Plan für das Sprintrennen zurechtgelegt: «Ich konnte mir in der kurzen Zeit schon ein paar Dinge von Jack Miller abschauen. Ich wollte warten, bis die Jungs vor mir ihren Rhythmus aufbauen, mich dann hinten dranhängen und schauen, wie gut ich mithalten kann.»
Das Zwischenfazit des Piloten mit der Nummer 94 fiel also positiv aus: «Natürlich ärgert mich der Sturz! Trotzdem bin ich zufrieden mit den Fortschritten, die ich bislang in diesem kurzen Zeitraum gemacht habe. Wichtig ist, dass ich keine seltsamen Sachen auf dem Motorrad mache und das überwiegt für mich das Ende.» Eine wichtige Grundlage auch für das kommende Rennwochenende in Katalonien, wo der Deutsche nach aktuellem Stand wohl erneut statt Maverick Vinales auf die RC16 steigen dürfte.
Vorher steht der Rennsonntag in Frankreich an und bringt in Form von Regen wohl eine zusätzliche Herausforderung für Folger mit. An die dann geltenden Bedingungen muss sich der 3-fache Moto2-Sieger anpasse, bange ist ihm nicht: «Ich will nicht zu vorsichtig rangehen, aber auch nicht überdrehen. Ich muss das Gefühl für das Motorrad auch dann neu aufbauen, aber über den Regenreifen habe ich nur Gutes gehört.»
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