Marco Bezzecchi nach Martin-Manöver: «Damit habe ich nicht gerechnet!»
In Le Mans fuhr der WM-Führende Marco Bezzecchi sein erstes Sprint-Podium in der laufenden MotoGP-Saison heraus. Das vorentscheidende Duell verlor der Aprilia-Star bereits in den ersten Kurven.
Die Führung währte nicht lange: Nur wenige Meter konnte Marco Bezzecchi, nach guten erster Beschleunigung im MotoGP-Sprintrennen am Samstag, vornweg fahren, da musste er sich schon wieder auf dem zweiten Platz einsortieren. Ausgerechnet Aprilia-Stallgefährte Jorge Martin hatte vom achten Platz aus einen Traumstart ins Rennen und überrumpelte den Mann mit der Startnummer 72 in der legendären ersten Schikane des Circuit Bugatti.
Bezzecchi dazu: «Ich habe ein Motorrad neben mir gehört, deshalb habe ich ein Überholmanöver erwartet. Dadurch, dass ich selbst vorher überholt habe, habe ich aber einen Fehler gemacht und die Ideallinie nicht genau getroffen. Deshalb konnte ich nicht dagegenhalten.» Der eigene Teamkollege hatte den WM-Spitzenreiter überrascht: «Dass es Jorge sein könnte, der an mir vorbeigeht, damit habe ich nicht gerechnet. Gute Starts sind aber eine seiner absoluten Stärken!».
Auch der zweite Platz hielt nicht lang für «Bezz». Nach einem Fahrfehler musste der Italiener seinem Landsmann Francesco Bagnaia den Vortritt lassen: «Ich fuhr zu Beginn etwas zu riskant und habe dabei gleich mehrere Fehler gemacht, dadurch kam Pecco vorbei. Auf ihn habe ich dann Stück für Stück Boden verloren. Ich musste dann kämpfen, um am Ende Pedro nicht zu nahe kommen zu lassen.»
Dabei ist der Zieleinlauf auf einem Podiumsrang für Bezzecchi für sich gesehen ein Erfolg: Vor diesem Rennwochenende fuhr der WM-Führende nur 6 seiner 95 Punkte am Sprinttag ein, kam stattdessen bereits dreimal zu Sturz. Die in der laufenden Saison eingefahrenen Sprintergebnisse waren bislang die klare Schwäche des Italieners.
«Das Ergebnis ist gut für mich. Ich konnte mich schon nicht mehr daran erinnern, wie die karierte Flagge am Samstag aussieht.» Dennoch dürfte der erste Sprintpodium in diesem Jahr bittersüß schmecken: Der spanische Teamkollege ist nach jetzigem Stand WM-Kontrahent Nummer 1 für den Noch-WM-Leader; Martin konnte den Rückstand in der Gesamtwertung auf 6 Zähler verkürzen. Auf derlei Gedankenspiele lässt sich der 15-malige Rennsieger jedoch nicht ein und mahnt: «Wir sind noch immer in einer frühen Phase der Saison. Es ist erst das fünfte Rennwochenende und wir haben noch zu viele Events vor uns, um uns darum Gedanken zu machen.»
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