Bastianini (KTM) sah erstmals das Ziel am Balaton, vor Ducati-GP26-Piloten
Wieder verbaute sich Enea Bastianini den Weg zu einem Topresultat am Freitag. Von Startplatz 14 entwaffnete der KTM-Tech3-Pilot unter anderem den WM-Dritten Fabio Di Giannantonio und Pecco Bagnaia.
Was wäre, wenn…? Diese Frage musste sich Enea Bastianini auch in Ungarn gefallen lassen. Was wäre, wenn er es bereits am Freitag ins Q2 geschafft hätte? Das notwendige Tempo konnte der Italiener abrufen – aber erst im Sprintrennen, das er nach unbefriedigendem Q1 nur von Position 14 aus in Angriff nahm.
Bereits beim Start kassierte «La Bestia» vier Gegner, kam aus Runde 1 am Hinterrad von Pecco Bagnaia und Fabio Di Giannantonio zurück, die aus Reihe 2 losgebraust waren. Schon in Runde 2 ging es am WM-Dritten auf der VR46-Ducati vorbei. Dabei kamen die Schwäche des Landsmanns und die Pace des KTM-Piloten zusammen. Auf der am Samstag wärmeren Piste gelang Bastianini im schnellsten Umlauf eine 1:38,4 min. Acosta, der sich konstant auf Platz 2 hielt und zur Siegerehrung durfte, kam auf eine Zeit von 1:38,3 min.
Entsprechend fielen die Kommentare des Piloten aus Rimini nach dem achten Saison-Sprint wieder einmal sehr gemischt aus. Bastianini: «Ich bin nicht glücklich, wie das Qualifying gelaufen ist Mein Potenzial ist in Ungarn definitiv besser als Platz 14. Ich habe leider auch im Qualifying einen Fehler auf der Bremse gemacht.»
Bastianini, der 2027 nicht mehr auf der Liste bei Tech3 steht, weiter: „Das ist überhaupt mein großes Problem und der einzige Unterschied zu Pedro. Seine Art zu bremsen passt auf diese Art von Rennstrecke sehr viel besser als meine. Bei mir kommt in jeder Session nach zwei oder drei Runden viel Unruhe in die Front des Motorrads Und dennoch war ich im Sprint damit nahezu gleich schnell wie Pedro.»
Die Gesamtbilanz spricht Bände. Vor dem Großen Preis von Ungarn fehlen Acosta auf WM-Rang 4 68 Punkte zur WM-Führung, bei Bastianini auf Position 13 fehlen aussichtslose 139 Punkte. Was dagegen als Erfolg gesehen werden kann: Nach einem Fiasko-Debüt-GP vor einem Jahr mit zwei Stürzen war es die erste Zielankunft, die zudem noch WM-Punkte abwarf.
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