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Rossi & Marquez: Parallelen zweier MotoGP-Legenden

Die beiden größten MotoGP-Piloten der vergangenen zwei Jahrzehnte sind ohne Frage Valentino Rossi und Marc Marquez. Ihre Karrieren sind einzigartig und haben mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt.

MotoGP

Im Artikel erwähnt



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Als Valentino Rossi 1996 seine ersten Rennen in der 125-ccm-Weltmeisterschaft fuhr, konnte Marc Marquez gerade erst laufen. Was wie ein Generationenunterschied wirkt, entwickelte sich zu einer der intensivsten Rivalitäten und zugleich größten Geschichten der Motorrad-WM. Zwei Ausnahmekönner, die sich in vielen Aspekten sehr gleichen.

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Beide Fahrer feierten ihre ersten WM-Titel in den kleineren Klassen. Rossi holte 1997 die Krone in der 125-ccm-WM – mit elf Siegen in 15 Rennen. Marquez dagegen gewann 2010 mit zehn Siegen in 17 Rennen ebenfalls den Titel in dieser Klasse. Beide gewannen auch die mittlere Kategorie im jeweils zweiten Jahr. In der Königsklasse sammelte Rossi anschließen sieben Weltmeisterschaften, Marquez steht aktuell bei sechs – und hat in der laufenden Saison alle Chancen, mit seinem ehemaligen Konkurrenten gleichzuziehen.

Auf der Strecke polarisierten die beiden. Rossi machte sich nicht nur durch überlegene Fahrkunst, sondern auch durch Provokationen einen Namen – legendär etwa der erhobene Mittelfinger gegen Max Biaggi in Suzuka 2001 oder das brutale Manöver gegen Sete Gibernau 2005 in Jerez. Auch Marquez ist kein Kind von Traurigkeit. Seine aggressiven Überholmanöver, teilweise jenseits der Schmerzgrenze, kosteten so manchem Gegner das Rennen. Doch seit seinem Wechsel zu Ducati hat sich der Stil des Katalanen deutlich beruhigt.

Beide holten auch dann Titel, als sie nicht das beste Motorrad unter sich hatten. Rossi gewann 2004 seine erste Yamaha-WM, nachdem er das dominierende Honda-Lager verließ. Die nächstbeste Yamaha landete mit Carlos Checa auf Rang 7. Ähnlich beeindruckend war der Titel von Marquez 2019: Zwar gewann er dominant, doch die nächstbeste Honda – Cal Crutchlow – schaffte es nur auf Platz 9 in der Gesamtwertung. Die damalige RC213V galt als schwer fahrbar, Jorge Lorenzo beendete nach einem Seuchenjahr sogar seine Karriere.

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Auch Comebacks nach schweren Verletzungen hatten beide. Rossi brach sich 2010 in Mugello das Schien- und Wadenbein, kehrte zurück – und fuhr zwischen 2014 und 2016 dreimal auf WM-Rang zwei. Marquez stürzte 2020 in Jerez schwer und musste sich mehreren Operationen unterziehen. Erst mit dem Wechsel zu Ducati kehrte er zu alter Form zurück. Aktuell führt er die WM mit 120 Punkten an – und dominiert wie einst zu besten HRC-Zeiten.

Rossi und Marquez verstanden es, ein eigenes Imperium um sich herum zu formen. Bei Honda genießt Marquez noch immer höchsten Respekt – eine Rückkehr wäre jederzeit mit offenen Armen (und vollem Gehaltscheck) möglich. Rossi hingegen ist bei Yamaha eine lebende Legende. Er fuhr für die Marke fast 18 Jahre lang, gewann vier Titel und prägte deren Motorsportgeschichte wie kein Zweiter.

Die Fanlager beider Fahrer könnten dabei kaum größer sein. Rossi genießt Kultstatus – die Nr. 46 ist Synonym für Motorradrennen. Bei jedem GP-Wochenende flattern gelbe VR46-Flaggen durch die Tribünen. Marquez hingegen zog mit seiner spektakulären Fahrweise ein neues Publikum an – die Zahl der MM93-Fans wächst von Jahr zu Jahr. Zwar kam es vor rund einem Jahrzehnt zum offenen Bruch der beiden Lager, doch seit Marquez' Rückkehr zur Weltspitze scheinen sich selbst hartnäckige Kritiker besänftigt zu haben.

Ein Blick in die Statistiken: Rossi gewann insgesamt 115 Grands Prix, davon 89 in der Königsklasse. Marquez steht aktuell bei 96 Siegen, davon 70 in der höchsten Kategorie. Zwar betont er oft, keine Rekorde brechen zu wollen – doch realistisch betrachtet ist er auf dem besten Weg dahin. Sollte er 2025 Weltmeister werden, lägen 15 Jahre zwischen seinem ersten und seinem letzten Titel (2010-2025) – drei Jahre mehr als Rossis Differenz von 12 Jahren (1997-2009). In dieser Kategorie wäre Marquez dann Rekordhalter.

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Umso enttäuschender, dass das Verhältnis der beiden Superstars untereinander schwierig ist. Es gab auf und neben der Strecke immer wieder hitzige, teils unerklärte Vorfälle, die tief in die Beziehung der beiden schnitten. Was einst als Mentor-Schüler-Verhältnis begann, endete in tiefem Misstrauen. Noch heute kommen Sticheleien – mal offen, mal subtil –, meist aus einer bestimmten Richtung. Trotz aller Differenzen bleibt eines unbestritten: Valentino Rossi und Marc Marquez sind die zwei größten Fahrer ihrer jeweiligen Ära.

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