Euro Moto Superbike
Hobelsberger musste die Euro Moto-Reise wegen Krankheit vorzeitig abbrechen
Mit Rang 3 im ersten Rennen war der Fahrer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW noch halbwegs zufrieden. Der sechste Platz im zweiten Lauf wollte ihm dagegen so gar nicht schmecken.
Markus Reiterberger ist in Sachen Euro Moto ein alter Hase. Vier Mal konnte er die Vorgänger-Serie IDM schon als Meister beenden und auch in diesem Jahr zählt der Bayer zu einem der potenziellen Titel-Kandidaten. Auf dem Sachsenring musste sich der BMW-Pilot aber erst einmal wieder zurechtfinden. «Ich war zwar in den letzten Jahren mehr als einmal zu Gast am Sachsenring», erzählte er, «aber gefahren bin ich hier zuletzt vor 13 Jahren.»
Am Freitag machte dauernder Nieselregen den Piloten das Leben noch extra schwer und sogar der sonst so sattelfeste Reiterberger rutschte im zweiten freien Training aus und musste am Samstag eine Extra-Runde durch die Superpole 1 drehen, bevor er in der mit der Superpole 2 letzten Session den dritten Startplatz einfahren konnte. «Ich habe mich ehrlich gesagt noch nicht ganz auf das Stock-Motorrad eingeschossen», gab der BMW-Pilot zu, der bis heute zu einem der Top-Piloten der Langstrecken-WM gehört. «Beim Valencia-Test war ich leider krank und die zwei Tage in Oschersleben war gut, aber nicht genug. Daher kommen mir die 15 Extra-Minuten Training ganz gelegen.»
Entweder muss das Bike für mich besser passen oder ich muss mich besser anpassen.Markus Reiterberger
Nach einem eher mittelmäßigen Start ins erste Rennen, musste sich Reiterberger erst einmal kräftig reinhängen. «Ich habe dann trotz des härteren Vorderreifens meinen Rhythmus gefunden.» Sein Teamkollege Hannes Soomer erwies sich in Sachen Überholen als harte Nuss. In der Doppel-Links konnte sich der Bayer aber am Ende gegen den Esten durchsetzen und als Dritter über die Ziellinie fahren. Am bayrischen Landsmann Marcel Schrötter fand Reiterberger keinen Weg vorbei. «Die Reifen waren in der zweiten Rennhälfte ziemlich rutschig», meinte Reiterberger noch. «Podium ist noch Schadensbegrenzung, alles in Ordnung. Wir müssen weiterarbeiten, ich fühle mich immer noch nicht zu 100 Prozent wohl, daher haben wir noch viel Potenzial. Wir werden und Schritt für Schritt den Weg nach vorne erarbeiten.»
Aus dem Plan wurde aber im zweiten Sachsenring-Rennen noch nichts. Lief es am Anfang noch halbwegs ähnlich wie am Vormittag musste Markus Reiterberger gegen Rennende noch ordentlich Federn lassen. «Es gibt Tage, an denen verliert man», so seine nüchterne Analyse. «Die Ducati war gleich weg, aber mein Start war okay. Ich hing wieder lange hinter Hannes Soomer fest, der einfach sehr stark auf der Bremse ist. Ich hatte mich wohl als Einziger für einen SC2-Reifen vorne entschieden, da mein Vorderreifen schon im Training schnell kaputt gegangen war. Ich konnte nicht so fahren, wie ich wollte und es hat stark gepumpt. Aber es ist wie es ist. Entweder muss das Bike für mich besser passen oder ich muss mich besser anpassen.»
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