KTM-Pilot Pedro Acosta (1.) gibt zu: «Marc hat mich sehr überrascht!»
Red-Bull-KTM-Ass Pedro Acosta überzeugte am MotoGP-Freitag auf dem Balaton Circuit und sprach danach über die Irrwege der letzten Wochen, was die Konstanz in der Performance betrifft.
Pedro Acosta drückte dem MotoGP-Zeittraining am Freitag seinen Stempel auf. Der 22-jährige Spanier sicherte sich auf der RC16 nicht nur den direkten Einzug für das Q2, er fuhr auch eine überlegende Bestzeit. Am Ende war der Spanier aus Murcia zur Freude seiner Crew von Red Bull KTM um 0,4 Sekunden vor dem Rest der MotoGP-Welt. Sein erster Verfolger war Ducati-Ass Fabio Di Giannantonio.
Acosta schien sich auch während der Session an 2025 erinnert zu haben, wo er am Freitag ebenfalls vorne war. «Lasst uns erst mal sehen, was morgen kommt», versuchte Acosta seine Leistung herunterzuspielen. «Hinter dem Samstag steht ein Fragezeichen. Es ist seltsam für uns zu verstehen, warum wir in Barcelona schnell sind, dann in Mugello wirklich langsam und dann hier wieder schnell. Das müssen wir wirklich verstehen. Wenn uns das nicht gelingt, wird es schwierig, ein konstantes Jahr zu zeigen und unser finales Ziel zu erreichen – um die WM zu fahren.»
Dann enthüllte Pedro: «Hier kann ich die starken Punkte der KTM deutlich besser nutzen als in Mugello. Wir haben hier auch keine Probleme mit einer langen Geraden, das macht das Leben schon viel einfacher und hilft mir sehr. Es hat sich ja auch am Motorrad nichts geändert, nur die Strecke ist hier einfach nicht so schnell. Dennoch: Das Gefühl war in Mugello eigentlich gar nicht viel anders – aber hier bin ich schnell.»
Acosta hat sich auch die Performance der Gegner angeschaut: «Meine Renn-Pace war nicht schlecht mit dem weichen Reifen. Marc hat mich aber sehr überrascht, wie schnell er mit dem Medium-Reifen war. Ich bin im Vorjahr hier mit dem weichen Reifen das Rennen gefahren, Marc verwendete damals den Medium-Reifen. Es sieht nach unterschiedlichen Strategien aus. Wir müssen unsere Renn-Pace noch etwas verbessern.»
Der Hai aus Mazarron fasste zusammen: «Von der Rundenzeit her ist es vielleicht mein bester Freitag, vom Gefühl her aber nicht. Beim Gefühl geht es nicht um Zahlen oder Rundenzeiten. Ich muss einfach diese Fragezeichen aus meinem Kopf bekommen. Es stimmt schon: Ich fühle mich hier besser als in Mugello – aber der Unterschied ist dennoch einfach zu groß.»
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