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Dakar-Fahrer mit Handy unterwegs: Wieso das verboten und doch geduldet ist
Bei der Rallye Dakar 2026 war immer wieder zu sehen, wie Fahrer bei Tankstopps ihr Smartphone zückten und einen Blick darauf warfen. Aufmerksame Beobachter wundern sich, dass das nicht bestraft wird.
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Nach 14 Renntagen (Prolog und 13 Etappen) und fast 8000 Kilometern auf dem Motorrad, trennten Sieger Luciano Benavides (Red Bull KTM) sowie das unterlegene Honda-Ass Ricky Brabec winzige 2 sec!
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Hatten die Fahrer bei einer so knappen Entscheidung noch den Überblick, fragte SPEEDWEEK.com beim früheren Dakar-Teilnehmer und zweifachen Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner nach, der seit Jahrzehnten für KTM als Berater tätig und intensiv ins sportliche Geschehen eingebunden ist. «Als Brabec am Ende der 11. von 13 Etappen kurz vor dem Ziel stehen blieb, da hat er wahrscheinlich sein Handy rausgeholt», erklärte der Tiroler. «Weil du kannst ja nicht einfach so stehen bleiben. Laut Reglement darf man nichts mithaben, was ein GPS sein könnte, und in jedem Handy ist ein GPS drin. Brabec macht das ganz offen, was viele als großes Risiko gewertet haben, normalerweise ist das verboten.» Ohne Handy könnten die Fahrer nur auf Sicht beurteilen, wo sie im Vergleich zur Konkurrenz stehen. «Bei jeder Tankkontrolle, wo sie 15 Minuten Zwangsstopp haben, schauen sie rein», ist Kinigadner aufgefallen. «Sie können aber auch rechnen. Dieses Jahr hat man deutlich gesehen, dass Sanders nach dem Tankstopp wusste, dass er Gas geben muss, wenn einer drei Minuten hinter ihm gestartet ist und eine Minute nach ihm reinkam. Dort sieht man die Abstände auch ohne Handy relativ gut. Fast immer nach dem Tankstopp hat Sanders den Hebel umgelegt und viele Minuten gutgemacht.»
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Wieso Handys von den Regelhütern geduldet werden, weiß Kinigadner nicht. Er kann sich aber verschiedene Aspekte zusammenreimen, weshalb diesbezüglich beide Augen zugedrückt werden. «Es machen eh alle, man braucht also nicht anfangen zu schauen, ob es einer mehr oder weniger macht», hielt der 65-Jährige fest. «Einige machen es auch, wenn sie einen Sturz oder ein technisches Gebrechen haben. Dann wartest du nicht gerne auf den Lumpensammler der Organisation, sondern rufst dein Team an und sagst ihm, dass sie dich abholen sollen. Man kommt in Saudi-Arabien über normale Straßen immer relativ gut zur Rennroute hin.»
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