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Die außergewöhnliche Geschichte von Tiziano Interno: Ein Held der 48. Dakar
Bradley Cox brachte bei der Dakar 2026 die einzige Sherco ins Ziel, und das hat der französische Hersteller einem KTM-Privatier zu verdanken. Tiziano Interno bewies Sportsgeist und Einsatz.
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Nachdem seine zwei Teamkollegen bereits an den ersten beiden Tagen ausgeschieden waren, war Bradley Cox bei der Dakar 2026 Einzelkämpfer für das Sherco-Werksteam. Denn der Inder Harith Noah brach sich mehrere Rückenwirbel und wurde nach ein paar Tagen in einem saudischen Hospital zur Operation nach Hamburg ausgeflogen. Sherco-Urgestein Lorenzo Santolino kam bei seinem Crash zwar glimpflich davon, doch das Motorgehäuse war gebrochen und das Cockpit war zerstört.
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Nachdem der talentierte Südafrikaner auf Etappe 5 als Tagesvierter und als Gesamtachter glänzte, drohte ihm – und damit Sherco – am siebten Renntag jedoch ebenfalls das Dakar-Aus. 40 km vor dem Ziel strandete der 29-Jährige mit einer defekten Benzinpumpe. Nachdem etwa 25 Piloten am Sherco-Piloten vorbeifuhren, wurde Cox von Tiziano Interno nicht nur ins Ziel abgeschleppt, sondern auch noch auf der Verbindungsstrecke von weiteren 140 km. Cox kostete der Defekt über zwei Stunden, Tiziano die Rettungsaktion knapp eine Stunde. «Ich sah Bradley und fuhr zunächst an ihm vorbei», musste der Italiener zugeben. «Nach zwei oder drei Kilometern drehte ich um, weil ich es nicht übers Herz brachte. Also fuhr ich zurück, sagte ihm, er wäre der letzte Sherco-Pilot und dass ich ein Abschleppseil dabei hätte. Meine Platzierung hat sich dadurch natürlich um ein paar Positionen verschlechtert, aber das war wichtiger als unser Ranking. Ich bin zwar nur ein Amateur, fahre hier aber mit den Profis und Legenden – und das ist wirklich super-cool. Die Dakar ist ein romantisches Abenteuer.» Den Geist der Dakar verkörperte der KTM-Privatier bereits bei seiner Anreise. «Mein Rennen begann bereits am 25. November – nicht in Saudi-Arabien, sondern in Italien. Ich bin von dort hauptsächlich Offroad nach Paris gefahren. Von dort startete ich symbolisch am Eiffelturm und fuhr zur technischen Abnahme nach Barcelona. Ich wollte versuchen, das Rennen völlig autark zu bestreiten. Zu Beginn hatte ich 25 Kilogramm Gepäck, inklusive aller Ersatzteile. Am Ende war es viel weniger – eine Kupplung, Bremsscheiben und -hebel sowie etwas Öl habe ich noch. Es war also noch extremer als Original-by-Motul: eine Ultra-Dakar. Ich sehe mich weniger als Rennfahrer, sondern eher als Brückenbauer zwischen dem Biwak und den Menschen, die zu Hause zuschauen. Mein Ziel ist es, die menschliche Seite der Dakar zu zeigen, insbesondere die Geschichten der Amateurfahrer, die alles opfern, nur um an der Startlinie zu stehen.»
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Tiziano beendete die Dakar 2026 als mit 63 Stunden Rückstand als 37.
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