Red Bull Rookies/Jerez: Fernandez gewinnt Lauf 1 – Fynn Kratochwil Achter
Beim ersten Rennen erwartete die Junioren eine nasse Strecke. Kein Problem für Benat Fernandez. Bujosa blieb als Trost P2. Kiattisak Singhapong feierte P3 mit Tränen. Glanzleistung von Kratochwil.
«Vergessen Sie die Favoriten und Prognosen der Vorsaison», überschrieb die Presseabteilung der Nachwuchsschule den Quali-Freitag im spanischen Jerez, wo die jungen Talente im Rahmen des spanischen Grand Prix ihren Saison-Auftakt zelebrierten. Die Rookies Carlos Cano und Fernando Bujosa machten die Pole-Position unter sich aus. Neben den beiden 16-jährigen Spaniern stand in Jerez der 16-jährige Franzose David Da Costa in der ersten Startreihe. Er startet in seine zweite Cup-Saison, verpasste jedoch aufgrund einer Verletzung mehr als die Hälfte der Saison 2025. 26 Piloten hatten sich in Spanien versammelt. Nach dem Qualifying trennten nur 1,080 Sekunden die KTM auf den Plätzen 1 bis 23. Auf Startplatz 19 fand sich der Deutsche Fynn Kratochwil ein, der 0,920 sec hinter der Pole platznahm.
«Es waren zwei solide Trainingssitzungen», meinte Kratochwil nach seinem Premieren-Freitag im Red Bull Rookies Cup. «Wir lernen Schritt für Schritt dazu und machen bei jedem Einsatz Fortschritte. Ich habe mich noch nicht zu 100 % wohl auf dem Motorrad gefühlt, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Das Qualifying lief nicht nach unseren Vorstellungen und wir konnten keine gute Runde hinlegen, daher geht es jetzt darum, wieder aufzuholen. Ich bin bereit, in den Rennen zu kämpfen.»
14 Runden standen für die Piloten am Samstagnachmittag auf dem Plan und wie gewohnt, ging es ab Runde 1 zur Sache. An der Spitze traf sich Fernando Bujosa mit Benta Fernandez und Kiattisak Singhapong. Von den Regentropfen und den nassen Stellen rund um die Strecke ließ sich die fünf Mann starke Spitzengruppe nicht abschrecken. Nach wenigen Runden erwischte es allerdings Mateo Marulanda mit einem satten Highsider. Leicht wackelig stapfte er durchs Kiesbett davon.
Ich bin bereit, in den Rennen zu kämpfen.Fynn Kratochwil
In den Punkterängen tobte sich von Anfang an Fynn Kratochwil aus, erkennbar an seiner Startnummer 20. Das Wetter spielte den noch unerfahrenen KTM-Piloten nicht in die Karten und das Feld zog sich mit zunehmender Distanz, untypisch für die sonst sehr angriffslustigen Fahrer. Zur Halbzeit hatten Bujosa und Fernandez ihren Vorsprung auf über zwei Sekunden ausgebaut. Kratochwil hatte sich an David da Costa auf den elften Platz vorbeigeschoben und hatte damit denn Japaner Ryota Ogiwara vor sich. Während Bujosa tapfer Führungskilometer sammelte, bereitet sich Fernandez auf einen Angriff vor.
Bei noch sechs zu fahrenden Runden hatte sich Kratochwil auf den zehnten Platz vorgearbeitet. Bis zur Gruppe mit Travis Borg hatte der Sachse dann allerdings eine mehr als 1,5 Sekunden große Lücke vor sich. Bujosa versuchte es mit der schnellsten Rennrunde, konnte seinen Widersacher aber nicht abschütteln. Guillem Planques steuerte in der vorletzten Runde die Box an und musste das Rennen aufgeben.
Die Strecke trocknete zunehmend ab und Fernandez zeigte dem Spitzenreiter mehr als einmal sein Vorderrad. In der letzten Kurve der letzten Runde schlug der Spanier erbarmungslos zu und schnappte sich den Sieg. Bujosa hatte als Zweitplatzierter das Nachsehen. Rang 3 holte sich zum Schluss Singhapong. Fynn Kratochwil zeigte eine famose letzte Runde und rauschte bravourös als Achter über den Zielstrich.
Am Sonntagmorgen geht es mit dem zweiten Rennen in Jerez weiter. Laut Wettervorhersage soll es trocken bleiben.
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