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In der Seitenwagen-Weltmeisterschaft gehen die guten Ideen nicht aus
Beim Rookies Cup-Rennen in Mugello holte Kratochwil im Rahmen der MotoGP die Plätze 3 und 2. Danach führte ihn die Reise ins portugiesische Estoril zum Moto4 European Cup.
Den Moto4 Northern Cup hatte Fynn Kratochwil im Vorjahr mit einer beeindruckenden Siegesserie gewinnen können. Mit dem Gesamtsieg löste er auch die direkte Eintrittskarte für den Red Bull Rookies Cup, wo er inzwischen schon zwei Podestplätze vorweisen kann.
Doch ausruhen will sich der 15-Jährige aus Thüringen auf den Erfolgen keinesfalls. Daher geht er in diesem Jahr auch bei den Rennen des Moto4 European Cup ins Rennen. Zuletzt am vergangenen Wochenende in Portugal. Es war das zweite Event der Nachwuchsserie und Kratochwil beschreibt die Reise als ein Wochenende mit Höhen und Tiefen, aus denen er viele wichtige Erkenntnisse mitnehmen konnte.
Am Freitag erarbeitete man sich eine solides Grund-Set-up, welches ihm den direkten Sprung ins Qualifying 2 ermöglichte. «Im ersten Rennen hatte ich keinen optimalen Start und fand mich schnell in der zweiten Gruppe wieder», berichtete er dann am Sonntag. «Dort gab es viele enge Zweikämpfe und intensive Fights um die Positionen. Ich konnte mich gut behaupten und war mitten im Kampf um Platz 6. Leider habe ich in der letzten Runde einen Fehler gemacht, wodurch ich einige Positionen verloren habe. Am Ende wurde es Platz 10. Ein Ergebnis, mit dem ich nicht zufrieden war.»
«Für Rennen 2 konnte ich meinen Start deutlich verbessern und war von Anfang an besser im Geschehen dabei», erzählte er weiter. «Auch meine Pace war stärker als im ersten Lauf. Bis zur Rennmitte lag ich etwa auf Platz 6 und führte die zweite Gruppe an. Wir waren dabei nicht weit von der Spitzengruppe entfernt und ich hatte ein gutes Gefühl auf dem Motorrad. In den letzten Runden wurde es erneut sehr eng. Ich hatte mir meine Strategie für den Schlussabschnitt bereits zurechtgelegt und wollte in den entscheidenden Momenten angreifen. Leider hatte ich dann einen Highsider, der mich weit zurückgeworfen hat. Trotz allem konnte ich das Rennen noch auf Platz 9 beenden.»
Happy war er mit der Estoril-Ausbeute nicht. Denn seiner Meinung nach wäre deutlich mehr drin gewesen. «Die Ergebnisse spiegeln nicht wider, wie hart wir gearbeitet, welche Fortschritte wir gemacht und welches Potenzial wir als Team haben», meinte er abschließend. «Ich weiß auch, dass ich selbst noch einige Bereiche verbessern muss, um den nächsten Schritt nach vorne zu machen. Trotzdem nehmen wir viele wichtige Erkenntnisse mit. Wir wissen jetzt genau, woran wir arbeiten müssen, und werden die kommenden Wochen intensiv nutzen, um stärker zurückzukommen. Vielen Dank an mein Team, meine Familie, meine Sponsoren und alle Unterstützer, die mich auf diesem Weg begleiten. Ich freue mich schon auf das nächste Rennwochenende und werde alles geben, um die nächsten Chancen besser zu nutzen.»
Mit 13 Punkten hat sich Fynn Kratochwil auf Rang 12 der Gesamtwertung einsortiert.
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