Akira Yanagawa (54): Superbike-Legende und Kawasaki-Urgestein
Ältere Superbike-Fans werden sich an Akira Yanagawa erinnern. Der Japaner fuhr in der Superbike-WM 1997 Siege ein und spult noch immer flotte Runden auf Rennstrecken ab – immer mit einer Kawasaki.
Akira Yanagawa ist einer der bekanntesten Kawasaki-Piloten in der Superbike-WM der 1990er Jahre. Sein Debüt in der seriennahen Motorradweltmeisterschaft gab er zwar noch als Wildcardpilot in Sugo 1994 auf Suzuki, doch zwei Jahre später trat er bereits mit Kawasaki an – bis heute.
In seiner ersten vollen WM-Saison holte der mittlerweile 54-Jährige zwei Siege, fünf Podestplätze und beendete die Saison als Gesamtvierter. «1997 auf dem A1-Ring war wohl mein größter Moment, als ich meinen ersten Sieg in der Superbike-WM überhaupt und den ersten Sieg eines Japaners außerhalb von Japan einfahren konnte», erinnert sich Yanagawa. «Später gewann ich noch in Sugo und wurde WM-Vierter.»
Bis 2001 war Yanagawa Stammpilot der Superbike-WM, immer fuhr er für Kawasaki. Auch seine Gaststarts in Sugo 2002 und Silverstone 2010 bestritt er in Grün. Im Laufe seiner Karriere bestritt er 121 Rennen und erreichte 23 Podestplätze, davon drei Siege. «Irgendwie ist es lustig. Alle sagen, ich wäre eine Kawasaki-Legende, aber so sehe ich mich selbst nicht», sagt der Japaner bescheiden. «Ich habe einige Rennen gewonnen, ich wollte aber immer Superbike-Weltmeister werden. Auch unter diesem Gesichtspunkt würde ich nicht die Bezeichnung Legende verwenden wollen. Es wäre besser zu sagen, dass ich immer versucht habe, besser zu werden, und immer nach Siegen strebte.»
Erstaunlich: Bis 2024 bestritt Yanagawa weiterhin die Japanische Superbike Serie! Nach einem schweren Unfall tritt der Haudegen kürzer. «Ich bin während der Vorsaisontests auf dem Suzuka Circuit gestürzt und wurde noch in derselben Nacht operiert. Ich bin gestürzt, als ich auf der Gegengeraden in Richtung Kurve 130R bremste. Auf dem Logger rutschte ich mit dem Fahrzeug bei etwa 270 km/h aus», erzählte der Japaner. «Eine Woche später folgte eine zweite Operation und eine weitere Woche darauf eine Korrekturoperation der Schrauben. Es hätte viel schlimmer kommen können, daher hatte ich Glück, nur leichte Verletzungen davonzutragen.»
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