Assen-Gala von Jonathan Rea: «Mit Fans noch besser»
Mit seinen Siegen 13, 14 und 15 setzte sich Jonathan Rea beim Meeting in Assen selbst ein Denkmal. Und es war ein wichtiges Wochenende für den Kawasaki-Piloten hinsichtlich einer möglichen siebten Superbike-WM-Titel.
Die Pole und der Sieg im ersten Superbike-Lauf am Samstag, dann der Triumph im Superpole-Race und im zweiten Hauptrennen am Sonntag mit den schnellsten Rennrunden – viel dominierender hätte Jonathan Rea das Meeting in Assen nicht absolvieren können.
"Und mit den Fans an der Rennstrecke war das noch besser, die Atmosphäre war großartig", sagte Rea angesichts über 16.000 Zuschauern an der Strecke.
Übrigens: Ganz nebenbei stellte Rea einen weiteren Rekord auf. Kein anderer Pilot hat mehr Rennen auf der niederländischen Piste gewonnen als er. Der Nordire triumphierte 15 Mal, bisheriger Rekordhalter war Superbike-Legende Carl Fogarty mit 13 Laufsiegen.
Eine neue Erkenntnis vom Meeting in Assen: Entschied sich Rea bisher in den Hauptrennen für normale Rennreifen, kann er nun auch den weicheren SCX-Reifen über die Distanz bringen. Die Siege in Lauf 1 und Superpole-Race fuhr der 34-Jährige mit dem X-Reifen ein, den Sieg im zweiten Rennen mit dem Standard-SC0.
"In der Nacht hatte es geregnet und es war vier Grad kühle –für uns war das der Punkt um zu überlegen, ob wir weiter mit dem SCX-Entwicklungsreifen oder mit dem normalen SC0-Rennreifen fahren", erklärte der sechsfache Weltmeister im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Mein Start in den zweiten Lauf war ziemlich schlecht, dazu war in der ersten Kurve ein Kollege neben mir und ich musste eine weite Linie fahren. Direkt nach dem Start war ich Dritter oder Vierter, nach der Kurve aber im Nirgendwo. Nach und nach kam ich dann in meinen Rhythmus. Andrea hatte eine außergewöhnlich gute Pace, dafür kann ich ihm und seinem Team nur ein großes Lob aussprechen – er hätte schon im Superpole-Race im Parc fermé sein müssen."
"Mein Team hat an diesem Wochenende ebenfalls großartig gearbeitet, meine ZX-10RR war auf dem Punkt vorbereitet", lobte Rea. "Wir hatten am Wochenende einige Änderungen am Chassis vorgenommen, wodurch sich mein Bike leichter fahren ließ. Ich denke man konnte bei meinen Überholmanövern gut sehen, dass ich die Ninja fahren konnte wie ich wollte. Es war sehr handlich und gleichzeitig stabil in den schnellen Kurven. Ich bin schon gespannt auf das Layout von Most, dort wird uns das wahrscheinlich auch helfen – und auch in Navarra, wo der letzte Sektor ziemlich tricky ist."
Weil der WM-Zweite Toprak Razgatlioglu (Yamaha) nach einem Rammstoss von Garrett Gerloff stürzte, baute Rea seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 37 Punkte aus.
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