Ollie Bearman nach Platz 10: «Weiss nicht, ob wir den Punkt verdient haben»
Haas-Star Ollie Bearman nahm den GP in Kanada von Startplatz 16 in Angriff und kam als Zehnter ins Ziel. Damit sammelte er einen WM-Zähler. Trotzdem übte sich der 21-Jährige hinterher in Selbstkritik.
Für Ollie Bearman begann der Rennsonntag in Montreal verhalten, er musste das Rennen von Startplatz 16 in Angriff nehmen, dennoch entschied er sich, auf gebrauchten weichen Reifen ins Rennen zu gehen, um in den ersten Runden einen Vorteil zu haben. Doch dann wurden gleich mehrere Einführungsrunden absolviert, was die Pläne des Haas-Talents durchkreuzte.
Trotzdem schaffte es der junge Brite als Zehnter ins Ziel, und damit sammelte er einen WM-Zähler, womit er nun bei 18 Punkten steht. Das sind nur zwei weniger als Alpine-Routinier Pierre Gasly in den ersten fünf WM-Runden gesammelt hat.
Bearman profitierte von den Ausfällen von Lando Norris und George Russell, und wäre wohl auch hinter Alex Albon ins Ziel gekommen, wenn dieser nicht von Oscar Piastri abgeschossen worden wäre. Auch deshalb hielt er nach der Zielankunft fest: «Ich weiss nicht, ob wir den Punkt verdient haben, wenn man unsere Performance anschaut.»
Fragezeichen nach Boxenstopp
«Aber natürlich nehmen wir diesen gerne an, denn wir hatten auch schon Wochenenden, an denen wir klar hätten punkten sollen, aber leer ausgingen», fügte der 21-Jährige an. «Ganz allgemein war es ein sehr herausforderndes Wochenende für uns, umso schöner ist es, dass es für die Top-10 gereicht hat. Wir hätten sogar mehr erreichen können, aber wir hatten einen langsamen Boxenstopp, und wir müssen verstehen, warum das so war.»
Zur Reifenwahl für den ersten Stint sagte der Ferrari-Junior: «Es war sehr rutschig und schwierig, deshalb habe ich die gebrauchten weichen Reifen für den Start gewählt. Ich dachte, dass diese auf der ersten Runde hilfreich sein würden, doch dann haben wir drei Aufwärmrunden gedreht, deshalb weiss ich nicht, ob wir davon profitiert haben. Wir reisen nicht mit einem breiten Grinsen ab, und jetzt haben wir eine Woche Zeit, um uns vorzubereiten, damit wir in Monaco stark zurückkehren können.»
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