Pedro Acosta vor Mugello-Speed-Schlacht: «Wir haben das richtige Bike!»
KTM-Speerspitze Pedro Acosta erlebte zuletzt ein aufwühlendes MotoGP-Wochenende. In Italien vertraut der tragische Held von Catalunya auch wieder auf die KTM-Kernkompetenz, wenn es geradeaus geht.
Es war unmöglich, KTM-Spitzenkraft Pedro Acosta nach seinem Eintreffen in der Toskana nicht auf die Geschehnisse in Barcelona anzusprechen. Was die folgenschweren Unfälle betraf, in die auch Acosta verwickelt war, schloss der Werksfahrer der Österreicher die Türe: «Ich glaube, es ist nicht wirklich nötig, jetzt noch weiter über Barcelona zu reden. Morgen nach dem Zeittraining tagt die Sicherheitskommission. Ich gehe davon aus, dass viele von uns dort hingehen werden, und dann wird Gelegenheit zur Diskussion sein.»
Anders die Haltung des jungen Athleten zum sportlichen Auftritt während des in drei Teile geschnittenen Rennens, das Pedro Acosta dreimal angeführt hat – und nach einem unverschuldeten Crash in der letzten Kurve nicht beendet hatte.
Acosta wiederholte mit sichtlicher Zufriedenheit: «Seitdem ich in der MotoGP bin, war ich nie so konkurrenzfähig wie in Barcelona. P1 am Freitag, P1 im Qualifying, Podiumsplatz im Sprint. Auch am Sonntag war ich sehr konkurrenzfähig. Wenn man die Gesamtleistung betrachtet, war es mein bisher bestes Wochenende. Dasjenige, bei dem ich dem Sieg im GP am nächsten war.»
Dann ging es vor dem Großen Preis von Italien wenig überraschend auch um das Thema «Topspeed». In den ersten Events des Jahres waren die KTM-Renner in dieser Disziplin ins Mittelfeld der MotoGP abgerutscht. Bewusst hatte man eher auf die Qualitäten des Bikes in den Kurven gesetzt und hier auch große Fortschritte erzielt. Doch nach Speed-Schlappen etwas in Brasilien wurde in der Rennabteilung bald gegengesteuert Zuletzt tauchten die RC16-Piloten wieder mit an der Spitze auf.
Zuversicht in Sachen «Topspeed»
In Barcelona wurde erstmals die Marke von 360 km/h durchbrochen. Wie schnell soll es dann erst auf der Piste von Mugello werden – wo bereits 366 km/h erreicht wurden? Acosta: «Vielleicht werden es keine 370 … aber 368 sollten es schon sein. Wir haben auf jeden Fall das Paket dafür. Wir haben schon vor einiger Zeit darauf reagiert, vor allem auch über die aktuelle Aerodynamik.»
Der Racer aus Murcia erklärte: «Man muss ein paar kleine Flügelchen entfernen, die im Bereich der Gabel verbaut sind. Manchmal ist rein Geschwindigkeit viel wichtiger als die nächste Kurve!»
Die Ausgangslage vor dem siebten MotoGP-Event: In der WM-Tabelle rangiert Pedro Acosta hinter Fabio Di Gianntonio und vor den beiden Trackhouse-Piloten auf Position 4. Durch den Crash in Catalunya und den Sieg von «Diggi» fehlen Acosta zum Aufstieg 24 Punkte. Interessant auch: Vor einem Jahr kam Acosta in Mugello nicht über Platz 8 hinaus und war in Sachen Rundenzeit hinter Maverick Vinales nur zweite KTM-Kraft.
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