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Tom Sykes und Michael van der Mark in der ersten Startreihe, beide Fahrer in allen drei Rennen in den Top-5 und am Ende drei Podestplätze: BMW hatte bei der Superbike-WM in Donington Park viel zu jubeln.
Besonders in Deutschland wird von vielen unterschätzt, welch großen Aufwand BMW für die Superbike-WM betreibt. Als Geschäftsführer Dr. Markus Schramm 2018 die werksseitige Rückkehr für 2019 anordnete, erteilte er Rennchef Marc Bongers einen klaren Auftrag: BMW soll innerhalb drei Jahren Rennen gewinnen und anschließend um den WM-Titel kämpfen, wie es der bayerische Hersteller erst einmal tat – 2012 mit Marco Melandri.
2021 ist die dritte Saison seit der Rückkehr, 2020 war durch Corona aber kein normales Jahr. Weder was den Rennkalender betrifft, noch bezüglich der Test- und Entwicklungsmöglichkeiten.
BMW brachte für dieses Jahr die M1000RR, die in allen Bereichen besser sein soll als das Vorgängermodell S1000RR. Tatsächlich wurden viele Schwachstellen behoben, wie etwa die zu geringe Motorleistung oder die Aerodynamik. Auch an der Elektronik wurde viel gearbeitet.
Doch erst beim vierten Event in Donington Park gelang mit dem neuen Motorrad der Durchbruch. Michael van der Mark und Tom Sykes qualifizierten sich in der nassen Superpole für die Startplätze 2 und 3. Im schwierigen ersten Hauptrennen auf abtrocknender Strecke wurde Sykes Vierter und der Niederländer Fünfter. Im Sprintrennen setzten die beiden wie der Großteil der Konkurrenz auf Intermediate-Reifen und brausten auf die Ränge 2 und 3. Zwei BMW-Fahrer auf dem Podium, das gab es seit 2013 nicht mehr. Im zweiten Hauptrennen bei guten Bedingungen setzte Sykes als Dritter einen weiteren Podestplatz drauf.
Jetzt fehlt nur noch ein Sieg, auf den BMW seit dem 1. September 2013 wartet. Damals gewann Chaz Davies auf dem Nürburgring.
Positiv für BMW: Nicht nur Ex-Weltmeister Sykes war auf seiner Paradestrecke schnell, er gewann auf Kawasaki bereits neunmal in Donington Park, sondern auch van der Mark. Und zumindest erwähnenswert: Sie fuhren mit unterschiedlichen Chassis-Konfigurationen, was zeigt, dass beide Entwicklungsrichtungen funktionieren.
Zur Zieldurchfahrt brandete in der BMW-Box jeweils Jubel auf, den Verantwortlichen fiel eine ungeheure Last von den Schultern.
"Wir sind sehr glücklich, es ist gut, das geschafft zu haben", meinte BMW Motorsport Direktor Marc Bongers. "Das nimmt uns etwas den Druck, wenn wir uns auf die nächsten Rennen konzentrieren. Denn wir haben noch Arbeit vor uns. Ich hatte auf Regen gehofft, doch der kam am Nachmittag nicht. Es war sehr, sehr wichtig, unsere Performance in einem vollkommen trockenen Rennen auf Slicks zu bestätigen. Unter solchen Bedingungen waren wir in Misano und auch zu Beginn des Wochenendes noch nicht so konkurrenzfähig. Insgesamt ist es zufriedenstellend, drei Podiumsplätze mit nach Hause zu nehmen. Der entscheidende Faktor war an diesem Wochenende unsere Qualifikation. Denn wenn man sich die Pace der anderen ansieht, dann weiß man, dass man ganz schnell Sechster, Siebter oder Achter werden kann, wenn man nicht in der ersten Reihe steht. Nun ist es an der Zeit durchzuatmen, die Daten anzuschauen, unsere Ideen auszutauschen und den nächsten Schritt zu machen."
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